22. Oktober 2008...7:04

So läuft der Wettbewerb

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Uns hat eine erste Einsendung für unseren Wettbewerb erreicht – und das obwohl er ja noch gar nicht gestartet ist. Das freut uns einerseits sehr, andererseits nehmen wir es zum Anlass, um noch einmal verkürzt auf die Spielregeln hinzuweisen.

Der Wettbewerb startet am 17. November 2008. Ab diesem Tag nehmen wir Ihre Forschungsarbeiten entgegen und veröffentlichen sie hier.

Einsendeschluss ist am 12. Januar 2009.

Und: es gibt zwei parallele Wettbewerbe. Sie können uns neue Texte mit medizinischem Hintergrund rund um die Steinlaus einreichen. Zweitens suchen wir neue Erkenntnisse zu ganz neuen Arten, Krankheit, Viren und allem, was Ihnen so einfällt – dokumentiert in Textform, mit Bildern oder Filmen. Kurz bevor es losgeht, erklären wir das aber gern nochmal. Bis dahin finden Sie alle Infos hier.

Zur Inspiration gibt es nun aber doch schon den ersten – sehr schönen – Beitrag von Steinlaus-Expertin Marlene Geselle. Danke dafür und Ihnen viel Spaß beim Lesen!

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Kumulation biogener Sedimentpartikel im Verdauungstrakt der Steinlaus bei der Todeszeitermittlung

de Gruyter, 2003

Der Verdauungstrakt, die Sammelbezeichnung für die anatomischen Strukturen zwischen Mundhöhle und After. Quelle: nach Waldeyer, A.; Mayet, A.: Anatomie des Menschen. 17. Aufl. Berlin: de Gruyter, 2003

Die Vorliebe der Steinlaus für biogene Sedimente wie z. B. Stein- oder Braunkohle gegenüber Eruptivgestein erlaubt es unter günstigen Umständen, vom Mageninhalt einer Steinlaus auf den Todeszeitpunkt bei Gewaltverbrechen zu schließen.

Prof. Dr. Steini Lausanus vom Statistischen Institut für Brikettforschung gelang der Nachweis, dass Braunkohlepartikel nur dann von der Steinlaus verzehrt werden, wenn zwischen dem Tod des Opfers und dem Eintreffen der Steinlaus nicht mehr als 15 Minuten vergangen sind.

Steinläuse meiden Kohlepartikel auf Menschenhaut, wenn diese mit mehr als 15 Minuten alten Schweißpartikeln kontaminiert sind. Ältere Schweißpartikel in Verbindung mit ganz frischem Menschenschweiß stören die Steinlaus nicht, jedoch führen ausschließlich ältere Schweißabsonderungen zum Missbehagen und zur Weigerung, Kohlepartikel zu verzehren.

Im Verdauungstrakt der Steinlaus sammeln sich Braunkohlepartikel über einen Zeitraum von zwölf Stunden an, um nach Ablauf dieser Frist komplett ausgeschieden zu werden. Aus der Länge des Verdauungstrakts, der Füllmenge und dem individuellen Appetit der Steinlaus (hier empfiehlt sich ein Beobachtungszeitraum von ca. 7 bis 12 Stunden) kann nicht nur auf die Verweildauer der Steinlaus auf dem menschlichen Körper, sondern auch auf den Todeszeitpunkt geschlossen werden.

Steinlausbefall ist bei Menschen aller Berufsgruppen und Wohnorte zu beobachten. Hier ist auf die Unterarten steinlausis holzii und steinlausis forellii zu achten, die ihre angestammten Lebensräume nur verlassen, um sich untereinander oder mit der gemeinen Steinlaus zu paaren. Bei Mischformen muss mit einer Beobachtungszeit von bis zu 17 Stunden gerechnet werden, um verlässliches Datenmaterial zu erhalten.

(Von Marlene Geselle, 21.10.08)

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