Naturschutz für die Steinlaus

In der Nähe des wundheilendes Steinklees fühlt sich die Steinlaus besonders wohl.

In der Nähe des wundheilendes Steinklees fühlt sich die Steinlaus besonders wohl.

Urlauber bemerkten zunächst immer wiederkehrende kleine Tunnel und Furchen in den Gesteinen auf der Ferienroute der Märkischen Eiszeitstraße. Die Region im Nord-Osten Brandenburgs ist ein beliebter Ferienort. Verschiedene Eiszeiten haben hier die Natur landschaftlich schön mit Seen, Geröllen und Gesteinsformationen gezeichnet. Die Veränderungen der Steinrücken rief zunächst besorgt den heimischen Tourismusverband und danach Geologen und Glaziologen auf den Plan. Zoologen schließlich konnten den unwiderruflichen Beweis verfestigen: Die Steinlaus ist auf dem Vormarsch. Nach Dekaden der Bedrohung scheint sich der kleine Steinfresser in Brandenburg in den steinigen Überbleibseln der Weichsel-Eiszeit – der letzen Eiszeit Mitteleuropas – angesiedelt zu haben.

Laut der Experten erfreut sich das Tier einer hohen Vermehrungsrate. Zwar werden die eiszeitlichen Moränen durch die Steinlaus nun schneller erodiert und abgetragen werden, aber die Brandenburger sehen es gelassen. „Wir sind so stolz, dass sich der seltene Nager ausgerechnet bei uns angesiedelt hat. Jetzt wollen wir auch unterstützen, dass die Art von der Liste der bedrohten Tiere kommt“, sagt Stintje Metz, Aktivistin der jüngst entstandenen Gruppe „Helft der Steinlaus e. V.“ Sie und ihre Mitstreiter wollen sich bei den Kreisverwaltungen, den Anwohnern und Touristikverbänden für ein Naturschutzgebiet speziell für die Steinlaus stark machen.

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Eingeordnet unter Evolution und Historie

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