Stimmfühlungslaute der Petrophaga lorioti

Von Barbara Stahl-Mosch, Mahlow

Unter Einsatz des neu entwickelten microphonum saxatile ist es Prof. B. Chalybs gelungen, verschiedene Lautäußerungen der Steinlaus aufzunehmen.

Kurz nach der Geburt geben die Jungen trillernde und quiekende Laute von sich, um so ihre Eltern auf sich aufmerksam zu machen. Diese antworten, wenn sie nicht durch Nahrungsaufnahme abgelenkt sind, mit ächzenden und stöhnenden Lauten. In der späteren Entwicklung hört man die Kleinen je nach Temperament und Futterstatus jauchzen oder schnattern, ja, in alten Bahnhofsgebäuden ahmen sie sogar pfeifende und ratternde Zuggeräusche nach, solange auch nur kleinste Fragmente des Gebäudes erhalten sind. So zeigt sich wieder, dass die Steinlaus sich hervorragend ihrer Umgebung anpasst.

Schwerhörige Steinläuse lernen früh, sich an den Vibrationen zu orientieren, die ihre Artgenossen beim Futtererwerb erzeugen. So ist auf den Tonaufnahmen, die anlässlich des Zusammenbruchs des Castaway-Hotels (Miami) gemacht wurden, zu hören, dass es sich bei den verzögerten fragenden und zirpenden Tönen sowie spät einsetzenden Fressgeräuschen um Lautäußerungen dieser benachteiligten Steinläuse handelt.

Im Rahmen ihrer Forschung hat Prof. Chalybs vor, nach Irland und England zu reisen, um dort der Feuersteinlaus und der Steingutlaus auf die Spur zu kommen, und ein längeres Projekt wird sie nach Japan führen, wo sie die Steingartenlaus belauschen will.

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