Die Salzwassersteinlaus

Von Cornelia Chudzinski, Witten

Salzwassersteinlaus: (engl.) salt water stone louse; syn. Petrophaga amphibica salaria; Subspezies der seit 1998 bekannten Petrophaga amphibica; wurde 2005 entdeckt. Wie die Petrophaga amphibica ist sie im Wasser zu Hause. Bemerkenswert ist jedoch, dass sie nur im Salzwasser leben kann. Sie ist etwas kleiner (Größe 0,1 – 2,5 mm) als die gemeine Steinlaus (Petrophaga lorioti) und kann bis zu vierzig Stunden unter Wasser bleiben. Dies zeigt die Form ihrer Gliedmaßen: Flossen sitzen auf den stummelförmigen Beinen. Die Atmung erfolgt durch eine Schwimmblase, die zwischen den Augen sitzt. Dadurch kann sie auch im Wasser schlafen. Ihre Ernährung besteht vorwiegend aus Salzwassersteinen.

Die Petrophaga amphibica salaria wurde zufällig von dem Klimatologen und Professor für Ozeanografie Peter Zweistein im Toten Meer entdeckt. Dazu sagt Professor Zweistein:
„Man ist jahrelang davon ausgegangen, dass durch den fortwährenden Salzabbau der Wasserstand des Toten Meeres absinkt. Als ich die löcherförmigen Bodenabsenkungen am Ufer sah, erkannte ich die Analogie zu den Formationen im norddeutschen Wattenmeer. Bodenproben aus Tiefenbohrungen haben die Existenz der Petrophaga amphibica salaria bewiesen. Erste Versuche bestätigen, dass diese Subspezies auch im Meerwasser leben kann. Viele Inseln sind inzwischen durch das Steigen des Meeresspiegels in Gefahr. Als Kausalität gilt die globale Erwärmung. Hier kann die Petrophaga amphibica salaria eingesetzt werden, die sofort beginnt, die tief unter der Wasseroberfläche liegenden salzhaltigen Steine umzuwandeln. Auf diese Weise ist endlich eine Möglichkeit gegeben, das Versinken durch Überflutungen abzuwenden. Anfang 2008 wurden die ersten Populationen der Petrophaga amphibica salaria an besonders exponierten Atollen angesiedelt. Erste Analysen sind erfolgsversprechend. Sie zeigen, dass sich der Wirkungsbereich der Petrophaga amphibica salaria bereits verdoppelt hat.“

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