Neue Mutationen der Steinlaus Petrophaga lorioti für therapeutische Zwecke entdeckt: Petrophaga cervans und Petrophaga nasus foratrex

Von Peter A. Brauch, Laufenburg

Der bahnbrechende Fund eines süd-badischen Steinlausforschers im November 2008 erregt die Fachwelt: An den Gestaden des Hochrheins unweit des Atomkraftwerks Leibstadt an der deutsch-schweizerischen Grenze entdeckte der findige Forscher hoch entwickelte Mutationen der gemeinen Steinlaus.

(Abb. 1)

(Abb. 1)

Ein weißer, ungewöhnlich mit Löchern übersäter Stein (Abb. 1) erwies sich als Lagerstätte der bislang unbekannten Petrophaga cervans mit auffälligem Gehörn, Keilerzähnen und einem korkenzieherförmigen Schwanz.

(Abb. 2) Petrophaga cervans

(Abb. 2) Petrophaga cervans

Demselben Stein entschlüpft und noch interessanter für den künftigen, bislang umstrittenen therapeutischen Einsatz (vgl. Pschyrembel, Aufl. 255) dürfte jedoch die Mutation sein, die von ihrem Entdecker als Petrophaga nasus foratrex benannt worden ist: Petrophaga nasus foratrex.

(Abb. 3) Petrophaga nasus foratrex

(Abb. 3) Petrophaga nasus foratrex

Der stabile Nasenbohrer und sechs scharfe Sägezähne auf dem Rücken, die diese Spezies auszeichnen, versetzt die Herzforschung in Aufruhr.
Ein internationales Team von Spezialisten auf dem Gebiet der perkutanen transluminalen coronaren Angioplastie (PTCA) arbeitet in einem Projekt an der Universität Basel daran, diese Mutation bei verengten Herzkranzgefäßen einzusetzen.
Erste Testreihen haben gezeigt, dass der Nasenbohrer in Kombination mit den stets leicht vibrierenden Sägezähnen präzise Arbeit leistet, wird die Steinlaus dynamisch mit dem standardmäßig eingesetzten Ballonkatheter verbunden. Problematisch erscheint bislang allerdings die posttherapeutische Entfernung der Steinlaus, die in den Gefäßen ein optimales Klima vorfindet, das sie nur ungern verlässt. Die Züchtung einer nativen, koronaren Mutation würde einerseits dieses Problem lösen und könnte langfristig sogar den Einsatz von Stents ersetzen.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Die Spezies, Ihre Beiträge, Medizinische Forschung, News und Erkenntnisse, Steinlausforschnung

Eine Antwort zu “Neue Mutationen der Steinlaus Petrophaga lorioti für therapeutische Zwecke entdeckt: Petrophaga cervans und Petrophaga nasus foratrex

  1. Steinlausitzerin

    Die Zeichnungen sind toll!

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