Neue Erkenntnisse stellen lieb gewonnene Thesen in Frage

Von Siegfried Schröder, Paderborn

Die von der Petrophaga lorioti (deutsch: „Steinlaus“) in regelmäßigen Abständen hervorgebellten und nur als Ultraschall überhaupt wahrnehmbaren „Öh-öh-Laute“ dienen nun doch nicht, wie zunächst angenommen, ihrer Orientierung (Echolot) oder ihrer innerartlichen Kommunikation bei der Partnersuche. – Es handelt sich eben nicht um ein planvolles Such- oder Balzhüsteln, sondern schlicht um einen ernährungsbedingten Reizhusten aufgrund von Staub-Belägen (vgl. Berufskrankheit bei Pfefferpustern!).

Medizinstatistische Untersuchungen haben ergeben, dass Steinlaus-Befall vermehrt bei den Berufsgruppen auftritt, die häufig an Silikose (deutsch: „Staublunge“) erkranken: Porzellan- und Glasarbeiter, Sandstrahler, Marmorkuchen-Bäcker, Steinpilz-Sammler, Steinhäger-Trinker, Steinmetze und Bergleute. Es liegt die Vermutung nahe, dass Steinläuse die von Silikose befallenen Organe ihrer Wirtsleute regelrecht „abweiden“. Therapeutische Verwendungen von Tieren in der Humanmedizin haben eine lange Tradition: Blutegel, Bienengift, Schuppen fressende Fische bei Neurodermitis, Bandwürmer bei Adipositas, tierische Nahrung bei menschlichen Hungergefühlen u.s.w…

Die Knappschaftskassen der Bergleute interessieren sich in zwischen verstärkt für diese Art des Steinstaub-Abbaus in parasitärer Form, ihre Erfolgsversprechenden therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten bei der Silikose-Bekämpfung, bzw. deren serienmäßigen Nachzuchten und epidemischen Einsatzmöglichkeiten.

Doch über eine solch einfache symbiotische Zweckgemeinschaft hinaus könnte man im Bereich der Bionik bei der Steinlaus womöglich sogar diejenigen Enzyme extrahieren und herausmendeln, die mittels chemischer Stoffwechselprozesse in der Steinlaus selbst die eigentlich naheliegende persönliche Silikose-Anfälligkeit und -Gefährdung offensichtlich neutralisieren.

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