Ökologischer Abbau von Edelmetallen

Edelmetalle abzubauen ist nicht nur ein Knochenjob. Auch die Umwelt wird belastet, denn Wald- oder Freiflächen müssen weichen und durch chemische Zusatzstoffe lässt sich der Gewinn von Gold, Silber und Co. immens steigern. Ökologische Initiativen zeigen, dass die Metalle aber auch umweltverträglich abgebaut werden können. Auch die Steinlaus gibt Anlass zum Umdenken. Nachdem sie bereits bei der Diamantgewinnung erfolgreich eingesetzt werden konnte, beginnen erste Minen in Südafrika, den kleinen Nager untertage anzusiedeln. Allerdings ist das Vorgehen viel einfacher.

Jede gemeine Steinlaupopulation kann quasi verwendet werden. Der Grund: Da Petrophaga lorioti keine Edelmetalle verdauen kann, frisst sie ausschliesslich das Gestein. Das Metall bleibt automatisch übrig und muss von den Arbeitern nur noch in die Loren gefüllt werden. Schwachpunkt ist aber immer noch die Einsturzgefahr der Stollen. Hintergrund ist, dass sich die einzelnen Steinläuse beim Verzehr in den Minen ausschließlich von ihrem Appetit leiten lassen und kaum in geordnete Bahnen gelenkt werden können. „Wir müssen eigentlich immer ein Team im Schacht haben, das den Fraß der Steinläuse stetig beobachtet und sehr spontan dort abstützt, wo es notwendig ist“, sagt John Goldenberg, Experimentleiter einer Mine nahe Johannesburg. Zur Sicherheit der Kumpels folgt ein zweites Team, das die Grube nachhaltig stabilisiert.

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Eingeordnet unter Artenschutz und Haltung, News und Erkenntnisse

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