Archiv der Kategorie: Ihre Beiträge

Die Gewinner stehen fest

Das Warten hat ein Ende. Endlich wissen wir, welche Beiträge unserer Jury am besten gefallen haben. Insgesamt kann man festhalten, dass das Niveau der Beiträge extrem hoch war, mit vielen originellen Ideen sehr viele wichtige Erkenntnisse gewonnen wurden.

Und das sagen die prominenten Jury-Mitglieder:

„Obwohl uns alle Einsendungen qualitativ überzeugen konnten, wir begeistert sind, wie viele Steinlaus-Wissenschaftler in ganz unterschiedlichen Forschungsbereichen zu famosen Erkenntnissen gelangt sind, handelt es sich doch jeweils um einen spezifischen und ausführlich untersuchten Teilaspekt des Gesamtphänomens ‚Steinlaus‘. Wir sind allerdings von der Überzeugung getragen, dass ein Lexikonartikel einer breiteren Darstellung folgen muss. Insofern würdigen wir mit den Gewinnern die originellsten Beiträge. Die Erforschung der Steinlaus wurde durch diesen Wettbewerb immens befruchtet. Wir möchte nicht nur allen Mitwirkenden herzlich danken, sondern sie auch ermutigten, sich weiterhin auf diesem faszinierendem Forschungsgebiet zu betätigen.“

Somit wird leider keiner der eingereichten Beiträge in die nächste Ausgabe des Pschyrembels aufgenommen. Wir bitten um Ihr Verständnis dafür, dass wir uns an folgendem in den Spielregeln festgelegten Maßstab orientieren müssen: „Der Beitrag sollte unbedingt den medizinischen Aspekt der Steinlausforschung fokussieren und als Lexikonartikel für unser medizinisches Wörterbuch, den Pschyrembel, verfasst werden.“ Es gibt demnach keinen „wirklichen“ ersten Platz in der Kategorie „Steinlausforschung“. Der Zweitplatzierte wird jedoch wie der Sieger der Rubrik „Bahnbrechende Entdeckung“ mit seinem Beitrag in der Online-Ausgabe des Pschyrembels veröffentlicht.

So hat die Jury entschieden:

Der Hauptpreis im Wettbewerb „Steinlausforschung“ geht an:

Peter A. Brauch aus Laufenburg mit seinem Beitrag: „Neue Mutationen der Steinlaus Petrophaga lorioti für therapeutische Zwecke entdeckt: Petrophaga cervans und Petrophaga nasus foratrex“

Die Jury sagt zu diesem Beitrag: „Eine schöne Idee, gut und fachübergreifend argumentiert, allein schon die wunderschönen Zeichnungen der neuen Steinlausmutationen sind einen Preis wert.“

Der Preis ist eine Veröffentlichung des eingereichten Beitrags im Pschyrembel online. Zudem gibt es einen kostenfreien Zugang zu unserem Online-Nachschlagewerk (Premium Mitgliedschaft) für ein Jahr und Exemplar des klinischen Wörterbuchs.

Der nächstplatzierte Beitrag:

Michael R. Preusch und Jerry Ricks von der Universitätsklinik Heidelberg, Innere Medizin III und der University of Washington, Dept. of Pathology, Seattle, USA mit: „Petrophaga lorioti – eine neue Option in der Therapie kardiovaskulärer Erkrankungen“

Dazu sagt die Jury: „Sehr fachlich, aber dennoch auch für einen Nichtmediziner sehr gut nachvollziehbar und somit ein großes Lesevergnügen. Besonders gefallen hat die sorgfältige und originelle Beschreibung des Experiments mit der armen gendefekt-igen Maus. Auch der übliche Satz „weitere Forschungsergebnisse […] werden dringend benötigt.“ lässt einen lachen.“

Der Preis ist ein kostenfreier Zugang zur Online-Ausgabe des Klinischen Wörterbuchs für ein Jahr.

Der dritte Preis geht an:

Dr. Wolf-Rüdiger Jonas aus Lübeck für seine Forschungen zu: „Erste Erkenntnisse zur Mieseeisenverwertungskrankheit (MEVK)“

Die Jury sagt dazu: „Eine sehr originelle Idee konsequent und humorvoll umgesetzt. Ein großes Lesevergnügen, besonders durch die lebhafte Prosa. Eine tolle Erweiterung der Spezies ‚Steinlaus‘.“

Der Preis: Ein Freiexemplar der kommenden Neuauflage des klinischen Wörterbuchs.

Im Wettbewerb „Bahnbrechende Entdeckungen“ hat gewonnen:

1. Platz:

Simone Edelberg aus München mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit zu: „Neue Steinlausart in Puderdose entdeckt“

Hierzu hat die Jury angemerkt: „Das ist einer der originellste Texte. Er ist sehr seriös wissenschaftlich geschrieben. Und trotz der schieren Bedeutungslosigkeit wird ein große Ergebnis vorgetäuscht.“

Der Preis: Veröffentlichung im Online-Pschyrembel; zudem ein kostenfreier Zugang zu unserem Online-Nachschlagewerk (Premium) für ein Jahr und ein Exemplar des klinischen Wörterbuchs.

2. Platz:

Cornelia Chudzinski aus Witten mit dem Beitrag: „Die Salzwassersteinlaus“

Hierzu sagt die Jury: „Eine schöne Idee. Das Tierchen und seine Lebensbedingungen sind plastisch beschrieben, doch hätte man sich gern noch eine Abbildung dazu gewünscht.“

Der Preis: Ein kostenfreier Zugang zu unserem Online-Nachschlagewerk (Klinisches Wörterbuch) für ein Jahr.

3. Platz:

Sascha Donker aus Essen
mit dem Beitrag: „Auslöser für Morbus Schalke gefunden“

Die Jury sagt dazu: „Eine lustige Entdeckung einer weiteren Unterart, die für einige Klarsicht bei Fußballfreunden sorgen wird.“

Der Preis: Ein Freiexemplar der kommenden Neuauflage des klinischen Wörterbuchs

Wir gratulieren allen Gewinnern und sagen: Herzlichen Glückwunsch!!!

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Nano-Oberflächenschutz schont Steinlaus-Population

Folgender Beitrag erreichte uns leider zu spät. Der Einsendeschluss für unseren Wettbewerb ist verstrichen. Dennoch möchten wir Ihnen diese Forschungsergebnisse nicht vorenthalten:

Von Andreas Brunkhorst

Ein kleiner Zwischenfall in dem Stadtteil Hoheneck der barocken Stadt Ludwigsburg in Baden-Württemberg führte im Januar 2006 dazu, dass Mitarbeiter des Instituts der organischen Chemie aus Wiesbaden (IOCW) zu erschreckenden Erkenntnissen kamen. Wie erst jetzt aus Rechercheberichten hervorgeht, die vor zwei Tagen veröffentlicht wurden, hatten verstorbene Steinläuse den Wissenschaftlern vor Augen geführt, dass zahlreiche Oberflächenbeschichtungen für Mensch und Tier lebensgefährliche perfluorierte Tenside (PFT) enthalten. Ein neuartiger Nano-Oberflächenschutz soll nun im Einklang mit der Natur stehen und die Steinläuse nicht gefährden.

Frau Schmetz aus Ludwigsburg kann es immer noch nicht fassen, wenn Sie an den Tag zurückdenkt, an dem sie früh morgens im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen verlor. „Ich wollte eigentlich nur 15 Euro am Bankautomat abholen“ berichtete sie, „es war so schrecklich dunkel und neblig und dann fiel ich in ein großes Straßenloch und verlor das Bewusstsein“. Als der Notarzt eintraf, war es bereits hell und es hatten sich schon einige Schaulustige versammelt. Vor dem Eingang der Bank hatten sich auf mysteriöse Weise über Nacht mehrere Quadratmeter an Pflastersteinen aufgelöst (siehe Bild 1).

Was ist hier geschehen?

Was ist hier geschehen?

Nach mehreren Live-Sendungen in Aktenzeichen XY ungelöst, bekam der Sender ZDF von einem aufmerksamen Zuschauer aus Büddelborn den Hinweis, dass sich ein ähnlicher Fall im Jahre 1974 zugetragen hatte. Damals hatte sich eine Gruppe von Wissenschaftlern des Frankfurter zoologischen Gartens („Die wissenschaftlichen Tiger“, DWT) bemüht, einzelne Exemplare der Steinlaus (Petrophaga lorioti) aufzuspüren, nachdem nur noch Überreste einer 15 km langen Pflasterfläche einer Fußgängerzone vorgefunden wurden.
Unglücklicherweise hatten die kleinen Nager diese Fresszehnarie nicht überlebt, da die damaligen städtischen Behörden für die Lebensbedürfnisse der gefräßigen Lausart immer weniger Verständnis zeigten und daher das chemische Mittel Rodentizid zur Bekämpfung von Nagetieren einsetzten. Die Petrophaga lorioti konnte nur noch tot geborgen werden. Laut dem Bericht von Professor Grzimek in der ARD, sind innerhalb von wenigen Jahren die letzten großen Steinlausbestände durch den Menschen vernichtet worden, da die Steinlaus eine potentielle Gefahr für zahlreiche Baumaterialien darstellt.

Es wurde vermutet, dass insbesondere durch die übertriebene Hygiene in den letzten Jahren keine in Freiheit geborene Steinlaus mehr vorgefunden werden konnte. Ein gerade veröffentlichter Recherchebericht der DWT brachte nun Licht ins Dunkle. Nachdem im Jahre 2006 im Fall der verschwundenen Pflasterfläche in Hoheneck Reste einer Steinlaus-Population durch die tausenfache Vergrößerung eines Mikroskopes nachgewiesen werden konnten, wurde die IOCW beauftragt festzustellen, ob Chemikalien, wie damals das Mittel Rodentizid, einen qualvollen Tod bei Steinläusen verursacht. Wie im wissenschaftlichen Bericht von Felix Brenner aus Göttingen „Die kranke Steinlaus“ kommt es u.a. zu dem gleichen Krankheitsbild der letalen Steinhirnblutungen (stonebrain bleeding = Kleinhirnblutung). Durch sogenannte perfluorierte Tenside (PFT), die eigentlich schmutz und wasserabweisende Funktionen auf Oberflächen erfüllen sollen, werden vor allem Krebs und Kopfschmerzen beim Menschen und beim Tier ausgelöst. Das tragische dabei ist, dass in der Vergangenheit Milliarden Pflastersteine mit einem gesundheitsschädlichen Oberflächenschutz verkauft wurden, die PFT enthielten. Laut einer Schätzung des Bundesministeriums für Risikobewertung gilt eine Menge von 0,1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht als „täglich duldbare Aufnahme“. Daher ist es leicht nachzuvollziehen, dass Steinläuse auf Grund ihres großen Appetits diese duldbare Aufnahmemenge deutlich überschreiten.

Nach diesen Ausführungen ist es den Bürgern verständlich, warum noch im selben Jahr, als Frau Schmetz in das Pflasterloch flog, das Europäische Parlament beschloss, die Verwendung der PFT-Art Perfluoroctansulfonate (PFOS) auf wenige Einsatzbereiche einzuschränken. Die Richtlinie 2006/122/EG des Europäischen Parlaments und des Rates ist am 27. Dezember 2006 durch eine Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union (2006/L372) in Kraft getreten. Seit dem 27. Juni 2008 dürfen keine PFOS mehr verwendet werden.

Leider wurde die als schädliche bekannte PFT-Art Perfluoroctansäure (PFOA) noch nicht verboten, obwohl sie ebenfalls schwer abbaubar ist und im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Doch seit einem Jahr können dank der Nanotechnologie (Nano = Zwerg, 10-9 m) durch die Verwendung von natürlichen Stoffen, wie beispielsweise Titandioxid und Siliziumdioxid, bei Oberflächen neue Eigenschaften erzielt werden. Das Zeichen NT (siehe Bild 2) symbolisiert ein Strukturelement der Nanotechnologie.

Die Nanotechnologie macht's möglich

Die Nanotechnologie macht's möglich

Die Oberfläche erhält bislang nicht für möglich gehaltene Eigenschaften. Ein neuer Stand der Technik mit vielen positiven Effekten wird im Einklang mit der Natur verwirklicht. Positiver Nebeneffekt: Die Steinlaus greift die behandelten Pflasterflächen ungern an. Da sie vor dem Fressakt die Genießbarkeit der Steine durch Anschlecken der Pflastersteinoberfläche mit der Zunge generell testet, kommt es lediglich zur Übelkeit und kleineren Schwindelanfällen. Wenn sie sich halbwegs gefangen hat, greift sie unbehandelte Mitbewerberprodukte an, so dass der Produzent der nanogeschützten Pflastersteine automatisch weitere, sichere Aufträge erhalten wird. Mittlerweile überlegt er, sein gesamtes Produktsortiment mit dem Nanoschutz auszustatten.

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Die Steinlaus als Medizin

Von Marret Marx, Hamburg

Jung-Steinläuse als „Entkalker“ im menschlichen Hirn

Die Erforschung der Fortpflanzung der Steinläuse und die Beobachtung ihrer Jungtiere hat die Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen und medizinischen Anwendungsmöglichkeiten geführt.

Wie auch beim Menschen und bei Säugetieren im Allgemeinen sind die Jung-Exemplare zunächst darauf angewiesen, weichere Materialien als Nahrung zu sich zu nehmen: Kalk und Kalkstein – da sie Granit und Gneis und ähnliche Materialien noch nicht beißen und verdauen können, wie Petrologen richtig erkannt haben.

Wo aber finden wir im medizinischen Sinne solch weiches Kalkgestein?
Im Hirn alter „Verkalkter“!

In ausgesuchten Altenpflegeheimen laufen bereits vielversprechende Versuche: Wer von den Probanden soweit ist, dass er sich beispielsweise auf Namen nicht mehr recht besinnen kann und sich nur an einen Anfangsbuchstaben zu erinnern meint, der die Denkrichtung vorgeben soll…, der erhält an geeigneter Stelle mit Zugang zum Großhirn verkalkungsreduzierende Infusionen, angereichert mit Jung-Steinläusen.

Geschmeidig, wie sie noch sind, tummeln sich diese zwischen den Hirnwindungen und beseitigen die dort angesiedelten Verkalkungen.
Dabei wurden schon günstige Ergebnisse erzielt, die große Hoffnungen bei künftigen Serienbehandlungen erwarten lassen.

Ob die dann erwachsen gewordenen Steinläuse im „Oberstübchen“ zu Folgeschäden führen, wird allerdings derzeit noch untersucht…

Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag erreichte uns nach dem Einsendeschluss, soll Ihnen aber dennoch nicht vorenthalten werden. Dafür handelt es sich um neueste Forschungsergebnisse. Der Beitrag ist als Nachtrag zu folgendem Text gedacht: De Steenluus as Medizin (Plattdeutsche Erstfassung des Textes).

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Steinläuse revolutionieren die Stammzellenforschung

Von Simone Edelberg, München

Japanische Wissenschaftler haben durch die Einschleusung von Steinläusen der Gattung Petrophaga lorioti minor menschliches Knochenmark dazu gebracht, pluripotente Extra-Stammzellen zu entwickeln. Sie hoffen, diese Technik eines Tages in der Behandlung von Herzschäden und Knochenbrüchen einsetzen zu können. Stammzellen werden unter anderem gebraucht, wenn im Körper bei Krankheiten oder Verletzungen Reparaturen nötig sind. Bei erwachsenen Menschen sind rund 20 verschiedene Stammzelltypen bekannt.

Umstritten ist ihre Gewinnung aus Embryonen. Diesen ethisch fragwürdigen Weg konnten die Forscher der medizinischen Fakultät Tokio jetzt umgehen, indem sie menschlichen Probanden lebende Steinläuse injizierten. Die Steinläuse wanderten über den Blutstrom der Patienten ins Rückenmark, ernährten sich auf ihrem Weg von den kalkhaltigen Plaques der mesenchymalen Zellen der Intima sowie der inneren Schichten der Media und provozierten das Rückenmark durch noch unbekannte Stoffe in ihren Ausscheidungen dazu, Extra-Stammzellen zu bilden. Damit ist ein revolutionärer Durchbruch in der Stammzellenforschung gelungen.

Anders als in früheren medizinischen Studien werden die durch die Faeces der Steinläuse ins Leben gerufenen Extra-Stammzellen nicht vom Patienten abgestoßen, da sie vom eigenen Körper gebildet werden. Darüber hinaus weisen sie ein unbegrenztes Potenzial auf, neues Gewebe zu entwickeln. Da die Steinläuse nach spätestens 36 Stunden den menschlichen Organismus wieder aus eigenem Antrieb über den Canalicus lacrimalis verlassen, sind auch die Tierschützer von dem neuen Verfahren begeistert: „Grausige Tierversuche mit Mäusen und anderen Spezies gehören in der Stammzellenforschung ab sofort der Vergangenheit an“, sagt PETA-Sprecherin Ana Rodriguez. Die Forscher hoffen nun, dass Verfahren weiter verbessern zu können.

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Außerirdische eher gesehen als die Steinlaus

Von Steffen Braun, Dammbach

Das wie gemalt wirkende Kleinstlebewesen Steinlaus oder wissenschaftlich genannt Petrophaga lorioti mampft eifrig Steinkrümel in sich hinein. Dadurch vermehrt sich das Tier verstärkt.

Nach neusten empirischen Studien, verteilt sich die Spezies in Deutschland immer stärker. Während die Population im Jahre 10.000 vor Christus lediglich ca. 10 Millionen Stück aufwies, sind es im Jahre 2000 schon 6,2 Billionen. Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass im Jahre 2050 ca. 9.2 Billionen Steinläuse die Erde bevölkern und diese damit zur beherrschenden Art des Planeten Erde werden. (Braun, 2008, S. 484)

Diese starke Ausbreitung des Tieres ermöglicht es, dieses als Nutztier zu verwenden.

Hier steht man mit den Forschungen aber noch am Beginn. Versuche die Nierensteinlaus gegen Nierensteine einzusetzen sind bisher nicht so recht vom Erfolg beschieden worden. Setzt man die Nierensteinlaus dem natürlichen Weg aus, kann es passieren, dass sie nicht in der Niere landet sondern sich in der Blase austobt. Daher versucht man nun die Nierensteinlaus mit einer Kanüle auf direktem Weg in die befallen Nierengegend zu schaffen, was aber sicher nicht so ganz ohne Risiko ist. In einer Veröffentlichung der „John Hopkins University“ war zu lesen, dass der Patient hierbei keiner Narkose ausgesetzt werden darf. Was dementsprechend starke Schmerzen für den Patienten bedeutet. (Pumudu, 2008, S. 534)

Jedoch gibt es bei der Anwendung des Tieres noch erhebliche Probleme. Denn laut einer aktuellen Studie der Universtität Roswell zufolge, ist die Möglichkeit eine lebendige Steinlaus einzufangen um 20 % geringer, als das Risiko, einem Außerirdischen zu begegnen (vgl. Mulder, Fox et. al., Area 51 – oder die Nierensteinlaus ist irgendwo da draußen, Seiten 55ff.). Diese mit zahlreichen (pseudo-)wissenschaftlichen Nachweisen belegte These wird allerdings nicht von der ganzen Nierensteinlauswissenschaft geteilt. So hat die renommierte Professorin Diana Scully vom Federal Bureau of Interterestrials (F.B.IT.) nachgewiesen, dass die Grundannahme der Studie falsch ist. In ihrem bahnbrechenden Werk “Es gibt keine Area 51″ belegt die Ärztin eindrucksvoll, dass es gar keine Außerirdischen gibt (Seiten 42ff m.w.N). Aus diesem Grund könne auch keine seriöse Wahrscheinlichkeitsprognose abgegeben werden. (RevengeofPKV, 2008, S.12)

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Riesensteinlaus fraß Saurier

Von Simone Edelberg, München

Türkische Wissenschaftler haben im Taurus-Gebirge die Überreste der größten bekannten Steinlaus aller Zeiten gefunden. Samira Canim vom staatlichen Naturkundemuseum in Ankara und ihr Kollege Mehmet Ali Acet waren in einer Höhle auf den 57 Zentimeter langen Schädel der urzeitlichen Riesensteinlaus gestoßen. Der Schädel sei außergewöhnlich gut und fast vollständig erhalten, berichten die Forscher. Grabungen in der Höhle brachten weitere 124 Knochen ans Tageslicht. Canim und Acet rekonstruierten das Skelett und gaben der gewaltigen Steinlaus den wissenschaftlichen Artnamen Petrophaga gigantica. Die Riesensteinlaus wog vermutlich 1 500 Kilogramm und war größer als ein Pferd. Sie besaß eine schützende Panzerung und kraftvolle Kiefer, mit denen sie neben Buntsandstein und Muschelkalk auch Dinosaurierküken und andere kleine Wirbeltiere verspeisen konnte. „Ihr Appetit muss grenzenlos gewesen sein“, so Canim.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Paläontologen bevölkerte die Riesensteinlaus vermutlich vor 65 bis 235 Millionen Jahren die Erde. Ihre Einordnung innerhalb der Steinlausfamilie bereitet den Wissenschaftlern allerdings Kopfzerbrechen. Immerhin werden ihre heute lebenden Verwandten nur wenige Millimeter groß. „Das Fossil bietet uns die einmalige Gelegenheit, das Cope’sche Gesetz zu widerlegen“, sagt Canim. Dieses behauptet einen Trend zur Größenzunahme der Arten im Laufe ihrer stammesgeschichtlichen Entwicklung, da ein größerer Körper einen oder mehrere Selektionsvorteile biete. Als solche Vorteile werden beispielsweise verbesserte Fähigkeiten, Beute zu fangen oder Verfolger abzuwehren sowie ein größerer Fortpflanzungserfolg angesehen. In den kommenden sechs Monaten will Canim nun den Fossilienfund weiter untersuchen und darüber in ihrer Doktorarbeit schreiben. „Ich werde auch prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vorkommen der Riesensteinlaus und dem Aussterben der Dinosaurier gibt“, kündigt die Wissenschaftlerin an.

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Die kranke Steinlaus

the ill stone louse, petrophaga aegra lorioti

Von Felix Bremmer, Göttingen

Schwer kranke Steinlaus mit dem klinischen Bild einer Koprostase

Schwer kranke Steinlaus mit dem klinischen Bild einer Koprostase

Der sensible Magen-Darm-Trakt, jahrtausendelang der evolution. Vorteil des kleinen Nagers, stösst jetzt an seine physiologischen Grenzen. So musste die Steinlaus im Rahmen der Finanzkrise und reduzierter finanzieller Möglichkeiten immer häufiger ihren Hunger mit minderwertige Steinprodukten stillen, die im Zusammenhang mit der globalen Erderwärmung zu einem fatalen pathophys. Kreislauf führen. Stetig steigende Temperaturen verursachen eine Austrocknung der minderqualitativen Steine (dry stones). Diese „dry stones“ führen in einem noch nicht restlos geklärten Vorgang zu einer schweren Koprostase. (Prof. Kalkstein et. al.2008). Die klassische klinische Symptomtrias mit quälenden Obstipationen , verzweifelten Pressversuchen (Bild) und folgender starker intracerebraler Druckerhöhung, führt bei den kleinen Individuen zu letalen Steinhirnblutungen (stonebrain bleeding DD: Kleinhirnblutung). Die fast aussichtslose Situation treibt die Steinlaus vermehrt in Gallenblasen und Nieren, wo sie mit soliden Gallen- bzw. Nierensteinen ihr Überleben zu sichern versucht. Hier ist das tapfere kleine Tierchen der nächsten grossen Existenzgefährdung ausgesetzt, die in Gestalt seltsam steril-grün gekleideter Menschen die wohl letzte Zufluchtsstätte der Steinlaus rücksichtslos herausschneiden (vgl. Cholecystektom., Nephrektom.). So wären Folgen einer aussterbenden Steinlauspopulation für die psychische Gefühlslage des Menschen katastophal und lässt sich in vollem Umfang nur erahnen. Demnach wurde der Niko-laus im letzten Jahr angeblich nur einmal gesehen, manch führender Wissenschaftler bezweifelt sogar jegliche Exsitenz. Der Name K-laus spielte 2008 in der Namensgebung Neugeborener nur noch eine untergeordnete Rolle. Vom App-laus fehlt weiterhin jede Spur und im Sommerdomizil der Steilaus, der Laus-itz, sind Besucherzahlen und Buchungen rückläufig, seit vom Steinkohlebergbau auf Braunkohlebergbau umgestellt wurde.

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