Archiv der Kategorie: Medizinische Forschung

Gallenstein-OP muss nicht sein

Das waren noch Zeiten… Günther ließ sich seine vier Gallensteine operativ entfernen und dokumentierte seinen lädierten Bauch im Video. Zum Glück kommt heute immer häufiger die Steinlaus zum Einsatz.

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De Steenluus as Medizin (Plattdeutsche Erstfassung des Textes)

Von Carl Groth, Hamburg

Possierlich antokieken ünner’t Mikroskop sünd se, de Steenlüüs, sä Professer Grzimek; düsse lütten Düvels, de hele Hüüs to’n Instörten bringt, un de Brüchen ut Betong wegmuffelt as de Worms den Kees.

Bitto weer all’ns, wat wi vun de lütten Beesters höört hebbt, ja blots mit Angst un Argernis un Destruktschoon verbunnen. Man nu, wo de Wetenschop sik de lütten Deerten to Deensten maakt, süht dat heel anners ut… Nee, nich dat se ole Bunkers ut’n lesden Krieg tweikriegen un verspiesen mööt. Dat duert veel to lang. Un dennso warrt ja ok de arbeitslos, de sik mit dat Afrieten, dat Sprengen un Tweihauen utkennt. Nee, dor sünd de Gewerkschaften vör, dor laat se de nich ran!
– Neenee…
De Mediziners hebbt ehr nu as Hölper funnen, de dor lütten Steenbieters:
Un twaars gegens Nierensteen as niegest Therapie mit Steenlüüs….!
De dor Krabauters – sünd ja meist so lütt as Bakterien –, de warrt in Ampullen nu in de Aftheken verköfft. Un wat in de dor Ampullen in is, ward in Mineralwater oplööst, wat een denn drinken schall… Un den Rest mutt ik meist gor nich vertellen: Wenn de lütten Steenlüüs in de Nieren de Steene finndt, denn delekteert se sik an dat, wat se dor söcht un funnen hebbt. Un wenn dor nix mehr to fuddern is, denn kaamt se wedder rut as sik dat höört mit dat Rutkamen. Un sodennich freet se noch den Kalksteen in’t Klobecken af. Dor freit sik denn de Huusfru över.
Nu probeert se, wat dat mit Gallensteen ok geiht, heff ik höört. De Gall is ja för’t Verdauen vun Fett tostännig. Un dennso mutt’n de Dinger woll in Lebbertraan oder Olivenööl rinmengeleer’n. Un denn wüllt wi mal sehen: Dat ward al wat warrn mit de dor lütten Steenbieters…
Tjaa, un de Krankenkass ward jümmer billiger op düsse Oort.

Die Steinlaus als Medizin (Hochdeutsche Fassung für Quiddjes)

Possierlich anzuschauen unter dem Mikroskop sind sie ja, die Steinläuse, sagte Professor Grzimek; diese kleinen Teufel, die ganze Häuser zum Einstürzen bringen können, und die Brücken aus Beton wegfuttern wie die Würmer den Käse.
Bislang war alles, was wir von den kleinen Biestern gehört haben mit Angst, Ärger und Destruktion verbunden. Nun aber, wo sich die Wissenschaft die kleinen Viecher dienstbar macht, sieht es ganz anders aus… Nein, nicht dass sie alte Bunker aus dem letzten Krieg zerstören und auffressen sollen. Das dauert viel zu lange. Und dann würden auch diejenigen arbeitslos, die sich mit dem Abreißen, dem Sprengen und dem Zertrümmern auskennen. Nein, das verhindern schon die Gewerkschaften.
Neinnein!
Die Mediziner haben sie als Helfer nun entdeckt, die kleinen Steinbeißer: Und zwar als neueste Therapie gegen Nierensteine mit Steinläusen…! Diese kleinen Krabbler – sind ja winzig wie Bakterien – werden in Ampullen jetzt in Apotheken verkauft. Und der Inhalt dieser Ampullen wird dann in Mineralwasser aufgelöst, das man dann trinken muss… Und das Weitere versteht sich von selbst: Wenn die kleinen Steinläuse in den Nieren die Steine gesucht und gefunden haben, delektieren sie sich daran. Und finden sie dort nichts mehr zu futtern, dann kommen sie wieder heraus, wie es sich üblicherweise gehört. Und dann fressen sie im Klobecken noch den Kalkstein ab, worüber sich die Hausfrau freut.

Jetzt laufen Untersuchungen, es mit Gallensteinen ebenso zu machen. Die Galle ist ja für die Fettverdauung zuständig. Dazu wird man die Steinläuse wohl in Lebertran oder Olivenöl hineingeben müssen. Und dann werden wir mal abwarten: Die kleinen Steinbeißer werden es schon schaffen… Tjaa, und die Krankenkasse wird immer billiger auf diese Art.

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Neue Mutationen der Steinlaus Petrophaga lorioti für therapeutische Zwecke entdeckt: Petrophaga cervans und Petrophaga nasus foratrex

Von Peter A. Brauch, Laufenburg

Der bahnbrechende Fund eines süd-badischen Steinlausforschers im November 2008 erregt die Fachwelt: An den Gestaden des Hochrheins unweit des Atomkraftwerks Leibstadt an der deutsch-schweizerischen Grenze entdeckte der findige Forscher hoch entwickelte Mutationen der gemeinen Steinlaus.

(Abb. 1)

(Abb. 1)

Ein weißer, ungewöhnlich mit Löchern übersäter Stein (Abb. 1) erwies sich als Lagerstätte der bislang unbekannten Petrophaga cervans mit auffälligem Gehörn, Keilerzähnen und einem korkenzieherförmigen Schwanz.

(Abb. 2) Petrophaga cervans

(Abb. 2) Petrophaga cervans

Demselben Stein entschlüpft und noch interessanter für den künftigen, bislang umstrittenen therapeutischen Einsatz (vgl. Pschyrembel, Aufl. 255) dürfte jedoch die Mutation sein, die von ihrem Entdecker als Petrophaga nasus foratrex benannt worden ist: Petrophaga nasus foratrex.

(Abb. 3) Petrophaga nasus foratrex

(Abb. 3) Petrophaga nasus foratrex

Der stabile Nasenbohrer und sechs scharfe Sägezähne auf dem Rücken, die diese Spezies auszeichnen, versetzt die Herzforschung in Aufruhr.
Ein internationales Team von Spezialisten auf dem Gebiet der perkutanen transluminalen coronaren Angioplastie (PTCA) arbeitet in einem Projekt an der Universität Basel daran, diese Mutation bei verengten Herzkranzgefäßen einzusetzen.
Erste Testreihen haben gezeigt, dass der Nasenbohrer in Kombination mit den stets leicht vibrierenden Sägezähnen präzise Arbeit leistet, wird die Steinlaus dynamisch mit dem standardmäßig eingesetzten Ballonkatheter verbunden. Problematisch erscheint bislang allerdings die posttherapeutische Entfernung der Steinlaus, die in den Gefäßen ein optimales Klima vorfindet, das sie nur ungern verlässt. Die Züchtung einer nativen, koronaren Mutation würde einerseits dieses Problem lösen und könnte langfristig sogar den Einsatz von Stents ersetzen.

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Dalmatiner bald außer Gefahr

Maier, W.; Bonn

Flöhe, Ctenocephalides felis, sollten während der Steinlaus-Therapie akzeptiert werden. Quelle: Maier, W.; Bonn

Wie kürzlich in „Die Presse“ berichtete, leiden Dalmatiner überdurchschnittlich häufig unter Steinen, vor allem unter Blasensteinen. Die Ursache dafür ist eine Mutation im Gen SLC2A9 für das Protein, das Harnsäure zum Abbau in die Leber transportiert. Liebhaber der gescheckten Vierbeiner können jetzt aufatmen. Das Deutsche Zentrum für Steinlausforschung sucht Dalmatiner zwischen drei und neun Jahren, bei denen innerhalb der vergangenen sechs Monate Steinbefall diagnostiziert wurde.

Zur Überprüfung der neuartigen Behandlungsmethode mit Steinläusen findet zunächst ein Diagnosetermin statt. Nach einem Aufnahmegespräch mit einem erfahrenen Hundeflüsterer und erhalten die Dalmatiner in der Ambulanz des Zentrums die Steinläuse verabreicht. Zuvor werden den Hunden Flohhalsbänder abgenommen und jegliche Anti-Floh-Mittel abgesetzt, da diese die Wirkung der Steinläuse beeinträchtigen können.

Alle Behandlungen im Rahmen dieser Studie sind für die Patienten kostenlos und frei von eventuellen Nebenwirkungen.

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Gemeinsam forscht es sich leichter

Sie möchten gern an unserem Wettbewerb teilnehmen und es fehlen Ihnen noch wichtige Ergebnisse? Oder es mangelt an Zeit? Kein Problem. Steffen vom KVPortal hat in Eigeninitiative dazu aufgerufen, gemeinsam einen Beitrag zu verfassen. Stück für Stück entsteht so eine umfassende Arbeit rund um die geschätzte Steinlaus. Das hat unseren Respekt verdient.

Sie zögern noch, trauen sich nicht so recht, Ihre Erkenntnisse an die Öffentlichkeit zu bringen? Micha hilft… 

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Ernährungswissenschaftliche Relevanz der Steinlaus

Bereits im Magen beginnen die Tiere ihre Arbeit.

Bereits im Magen beginnen die Tiere ihre Arbeit.

Unbekümmert essen, was wir wollen – nie wieder Angst vor Steinen im Bauch! Das schien lange ein Wunschtraum. So genannte „Absacker“ – also Schnäpse – oder Verdauungsrundgänge helfen nicht immer. Außerdem ist zumindest der übermäßige Genuss von Alkohol der Gesundheit abträglich. Umso erleichterter können Liebhaber von Sauerbraten, Schweinshaxe und Co. aufatmen, denn: Deutsche Trophologen haben im Selbstversuch auf dem Oktoberfest feststellen können, dass ganze 200 Milliliter einer 0,2 mM (millimolaren) Steinlauslösung ausreichen, um bei einem durchschnittlichen Mann einen Teller Ochsenbraten verdaulich zu machen. Bei Frauen führen häufig schon 175 Milliliter zum gewünschten Ergebnis. Das ist gerade einmal so viel wie ein kleines Softgetränk.

Zum Einsatz kommt hier die besondere Unterart der Steinlaus Petrophaga amphibica. Ihr normaler Lebensraum sind offene Gewässer. Dort kann sie mühelos bis zu sechs Stunden unter Wasser bleiben. Daher kann sie auch in der medizinischen Lösung wie innerhalb der menschlichen Verdauungsorgane überleben. Mitglied des Forschungs-Teams und Trophologin Annika Steinweg sagt: „Im Magen macht sich Petrophaga amphibica bereits an den Steinen im Bauch zu schaffen. Eine vollständige Linderung ist rund 15 bis 20 Minuten nach der oralen Verabreichung der Lösung zu erwarten.“

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Appetithappen Kalkschulter

Lülsdorf, P.; Koblenz

Schulterdach und der Kopf des Oberarms lassen der Sehne nicht viel Platz. Wird die Kalkablagerung zu groß, entzündet sich die Sehne, ggf. sogar der Schleimbeutel. Quelle: Lülsdorf, P.; Koblenz

Im Schlaf, beim Sport oder bei Überkopfarbeiten – die Kalkschulter kann erhebliche und vor allem Monate andauernde Schmerzen verursachen. Uns erreichte die Nachricht, dass das Kompetenzzentrum für Orthopädie in Bergneustadt aktuell versucht, Petrophaga lorioti schon in einem frühen Stadium des Syndroms einzusetzen. dadurch sollen Dauerschmerzen sowie Bewegungseinschränkungen garnicht erst entstehen.

Die Schulter ist eines der beweglichsten und kompliziertesten Gelenke im menschlichen Körper. Von zahlreichen Muskeln und Sehnen wird sie stabilisiert. Beim so genannten Schulter-Arm-Syndrom verkalkt nicht das Gelenk. Ursache des Schmerzes sind kleine Kalkkugeln, die sich beispielsweise an der Supraspinatus-Sehne ablagern und zu Überbelastungen und Entzündungen führen. Hintergrund für die Einlagerungen ist weder eine Über- noch Unterforderung des Gelenks. Vielmehr soll eine schlechtere Durchblutung dieser Sehnen dafür verantwortlich sein.

Zu den bisherigen Behandlungsmethoden gehörten die Physiotherapie und Akupressur oder Elektro- und Ultraschallbehandlungen zur Durchblutungsförderung, damit der Körper möglicherweise die Einlagerungen selbst abtransportiert. Bei vorrangeschrittenem Krankheitsbild werden Kortisonspritzen gegen die Entzündungen eingesetzt. Sollte das nicht zum Erfolg führen, kann die Ablagerungen chirurgisch durch eine Athroskopie entfernt werden. In Bergneustadt wird seit einigen Wochen die Steinlaus sofort nach Erkennen des Schulter-Arm-Syndroms eingesetzt – und das mit Erfolg. „Kalk gehört zu den Lieblingsspeisen der Steinlaus. Da ist eine etwa erbsengroße Ablagerung im Gelenk gerade einmal ein Appetithappen für ein ausgewachsenes Tier“, sagt Facharzt für Sportmedizin und Orthopädie Dr. Thilo Klinker. Eine in vivo Studie konnte in Bergneustadt gerade erfolgreich abgeschlossen werden. Die Mediziner erhoffen sich nun einen breiteren Einsatz der Behandlungsmethode.

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