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Schutzmaßnahme Teddybär

Die Diskussion rundum die Steinlaus fand hier regen Austausch. Sie zeigte vielfältige neue Erkenntnisse über den kleinsten Nager unserer Breiten. Der Wettbewerb ist beendet. Wir danken allen Steinlaus-Spezialisten, die teilgenommen haben. Abschließend möchten wir eine letzte Zuschrift veröffentlichen, die uns kürzlich erreicht hat:

Teddybär als Steinlausabwehrmaßnahme

Teddybär als Steinlausabwehrmaßnahme

Nicht jeder Hausbesitzer ist vom Treiben der possierlichen Nager entzückt.
Durch Zufall fand ich den Beweis, dass Teddybären der Zerstörung von Gebäuden durch die Steinlaus Einhalt gebieten können.
Ein Beweisfoto füge ich an.
Mit fröhlichen Grüßen,
Gerhilde Müller.
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Die Bau-Steinlaus

Die Deckensteinlaus

Die Deckensteinlaus

Unser Leser Gerd Ulrich Mathias schickte uns folgenden Hinweis – nebst Bebilderung:

„Mit welch fatalen Folgen der Bau-Steinlaus und ihrer Unterarten man auf Baustellen immer wieder konfrontiert wird, können Sie anhand der beigefügten Datei ersehen. Gegenüber der ersten Erwähnung der Steinlaus 1983 kann man aber feststellen, dass sich die Unarten der Unterarten nicht mehr so vollständig und endgültig auswirken.“ – Vielen Dank für diesen Hinweis!

Die Fugensteinlaus

Die Fugensteinlaus

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Nano-Oberflächenschutz schont Steinlaus-Population

Folgender Beitrag erreichte uns leider zu spät. Der Einsendeschluss für unseren Wettbewerb ist verstrichen. Dennoch möchten wir Ihnen diese Forschungsergebnisse nicht vorenthalten:

Von Andreas Brunkhorst

Ein kleiner Zwischenfall in dem Stadtteil Hoheneck der barocken Stadt Ludwigsburg in Baden-Württemberg führte im Januar 2006 dazu, dass Mitarbeiter des Instituts der organischen Chemie aus Wiesbaden (IOCW) zu erschreckenden Erkenntnissen kamen. Wie erst jetzt aus Rechercheberichten hervorgeht, die vor zwei Tagen veröffentlicht wurden, hatten verstorbene Steinläuse den Wissenschaftlern vor Augen geführt, dass zahlreiche Oberflächenbeschichtungen für Mensch und Tier lebensgefährliche perfluorierte Tenside (PFT) enthalten. Ein neuartiger Nano-Oberflächenschutz soll nun im Einklang mit der Natur stehen und die Steinläuse nicht gefährden.

Frau Schmetz aus Ludwigsburg kann es immer noch nicht fassen, wenn Sie an den Tag zurückdenkt, an dem sie früh morgens im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen verlor. „Ich wollte eigentlich nur 15 Euro am Bankautomat abholen“ berichtete sie, „es war so schrecklich dunkel und neblig und dann fiel ich in ein großes Straßenloch und verlor das Bewusstsein“. Als der Notarzt eintraf, war es bereits hell und es hatten sich schon einige Schaulustige versammelt. Vor dem Eingang der Bank hatten sich auf mysteriöse Weise über Nacht mehrere Quadratmeter an Pflastersteinen aufgelöst (siehe Bild 1).

Was ist hier geschehen?

Was ist hier geschehen?

Nach mehreren Live-Sendungen in Aktenzeichen XY ungelöst, bekam der Sender ZDF von einem aufmerksamen Zuschauer aus Büddelborn den Hinweis, dass sich ein ähnlicher Fall im Jahre 1974 zugetragen hatte. Damals hatte sich eine Gruppe von Wissenschaftlern des Frankfurter zoologischen Gartens („Die wissenschaftlichen Tiger“, DWT) bemüht, einzelne Exemplare der Steinlaus (Petrophaga lorioti) aufzuspüren, nachdem nur noch Überreste einer 15 km langen Pflasterfläche einer Fußgängerzone vorgefunden wurden.
Unglücklicherweise hatten die kleinen Nager diese Fresszehnarie nicht überlebt, da die damaligen städtischen Behörden für die Lebensbedürfnisse der gefräßigen Lausart immer weniger Verständnis zeigten und daher das chemische Mittel Rodentizid zur Bekämpfung von Nagetieren einsetzten. Die Petrophaga lorioti konnte nur noch tot geborgen werden. Laut dem Bericht von Professor Grzimek in der ARD, sind innerhalb von wenigen Jahren die letzten großen Steinlausbestände durch den Menschen vernichtet worden, da die Steinlaus eine potentielle Gefahr für zahlreiche Baumaterialien darstellt.

Es wurde vermutet, dass insbesondere durch die übertriebene Hygiene in den letzten Jahren keine in Freiheit geborene Steinlaus mehr vorgefunden werden konnte. Ein gerade veröffentlichter Recherchebericht der DWT brachte nun Licht ins Dunkle. Nachdem im Jahre 2006 im Fall der verschwundenen Pflasterfläche in Hoheneck Reste einer Steinlaus-Population durch die tausenfache Vergrößerung eines Mikroskopes nachgewiesen werden konnten, wurde die IOCW beauftragt festzustellen, ob Chemikalien, wie damals das Mittel Rodentizid, einen qualvollen Tod bei Steinläusen verursacht. Wie im wissenschaftlichen Bericht von Felix Brenner aus Göttingen „Die kranke Steinlaus“ kommt es u.a. zu dem gleichen Krankheitsbild der letalen Steinhirnblutungen (stonebrain bleeding = Kleinhirnblutung). Durch sogenannte perfluorierte Tenside (PFT), die eigentlich schmutz und wasserabweisende Funktionen auf Oberflächen erfüllen sollen, werden vor allem Krebs und Kopfschmerzen beim Menschen und beim Tier ausgelöst. Das tragische dabei ist, dass in der Vergangenheit Milliarden Pflastersteine mit einem gesundheitsschädlichen Oberflächenschutz verkauft wurden, die PFT enthielten. Laut einer Schätzung des Bundesministeriums für Risikobewertung gilt eine Menge von 0,1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht als „täglich duldbare Aufnahme“. Daher ist es leicht nachzuvollziehen, dass Steinläuse auf Grund ihres großen Appetits diese duldbare Aufnahmemenge deutlich überschreiten.

Nach diesen Ausführungen ist es den Bürgern verständlich, warum noch im selben Jahr, als Frau Schmetz in das Pflasterloch flog, das Europäische Parlament beschloss, die Verwendung der PFT-Art Perfluoroctansulfonate (PFOS) auf wenige Einsatzbereiche einzuschränken. Die Richtlinie 2006/122/EG des Europäischen Parlaments und des Rates ist am 27. Dezember 2006 durch eine Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union (2006/L372) in Kraft getreten. Seit dem 27. Juni 2008 dürfen keine PFOS mehr verwendet werden.

Leider wurde die als schädliche bekannte PFT-Art Perfluoroctansäure (PFOA) noch nicht verboten, obwohl sie ebenfalls schwer abbaubar ist und im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Doch seit einem Jahr können dank der Nanotechnologie (Nano = Zwerg, 10-9 m) durch die Verwendung von natürlichen Stoffen, wie beispielsweise Titandioxid und Siliziumdioxid, bei Oberflächen neue Eigenschaften erzielt werden. Das Zeichen NT (siehe Bild 2) symbolisiert ein Strukturelement der Nanotechnologie.

Die Nanotechnologie macht's möglich

Die Nanotechnologie macht's möglich

Die Oberfläche erhält bislang nicht für möglich gehaltene Eigenschaften. Ein neuer Stand der Technik mit vielen positiven Effekten wird im Einklang mit der Natur verwirklicht. Positiver Nebeneffekt: Die Steinlaus greift die behandelten Pflasterflächen ungern an. Da sie vor dem Fressakt die Genießbarkeit der Steine durch Anschlecken der Pflastersteinoberfläche mit der Zunge generell testet, kommt es lediglich zur Übelkeit und kleineren Schwindelanfällen. Wenn sie sich halbwegs gefangen hat, greift sie unbehandelte Mitbewerberprodukte an, so dass der Produzent der nanogeschützten Pflastersteine automatisch weitere, sichere Aufträge erhalten wird. Mittlerweile überlegt er, sein gesamtes Produktsortiment mit dem Nanoschutz auszustatten.

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Ökologischer Abbau von Edelmetallen

Edelmetalle abzubauen ist nicht nur ein Knochenjob. Auch die Umwelt wird belastet, denn Wald- oder Freiflächen müssen weichen und durch chemische Zusatzstoffe lässt sich der Gewinn von Gold, Silber und Co. immens steigern. Ökologische Initiativen zeigen, dass die Metalle aber auch umweltverträglich abgebaut werden können. Auch die Steinlaus gibt Anlass zum Umdenken. Nachdem sie bereits bei der Diamantgewinnung erfolgreich eingesetzt werden konnte, beginnen erste Minen in Südafrika, den kleinen Nager untertage anzusiedeln. Allerdings ist das Vorgehen viel einfacher.

Jede gemeine Steinlaupopulation kann quasi verwendet werden. Der Grund: Da Petrophaga lorioti keine Edelmetalle verdauen kann, frisst sie ausschliesslich das Gestein. Das Metall bleibt automatisch übrig und muss von den Arbeitern nur noch in die Loren gefüllt werden. Schwachpunkt ist aber immer noch die Einsturzgefahr der Stollen. Hintergrund ist, dass sich die einzelnen Steinläuse beim Verzehr in den Minen ausschließlich von ihrem Appetit leiten lassen und kaum in geordnete Bahnen gelenkt werden können. „Wir müssen eigentlich immer ein Team im Schacht haben, das den Fraß der Steinläuse stetig beobachtet und sehr spontan dort abstützt, wo es notwendig ist“, sagt John Goldenberg, Experimentleiter einer Mine nahe Johannesburg. Zur Sicherheit der Kumpels folgt ein zweites Team, das die Grube nachhaltig stabilisiert.

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Steinläuse revolutionieren die Stammzellenforschung

Von Simone Edelberg, München

Japanische Wissenschaftler haben durch die Einschleusung von Steinläusen der Gattung Petrophaga lorioti minor menschliches Knochenmark dazu gebracht, pluripotente Extra-Stammzellen zu entwickeln. Sie hoffen, diese Technik eines Tages in der Behandlung von Herzschäden und Knochenbrüchen einsetzen zu können. Stammzellen werden unter anderem gebraucht, wenn im Körper bei Krankheiten oder Verletzungen Reparaturen nötig sind. Bei erwachsenen Menschen sind rund 20 verschiedene Stammzelltypen bekannt.

Umstritten ist ihre Gewinnung aus Embryonen. Diesen ethisch fragwürdigen Weg konnten die Forscher der medizinischen Fakultät Tokio jetzt umgehen, indem sie menschlichen Probanden lebende Steinläuse injizierten. Die Steinläuse wanderten über den Blutstrom der Patienten ins Rückenmark, ernährten sich auf ihrem Weg von den kalkhaltigen Plaques der mesenchymalen Zellen der Intima sowie der inneren Schichten der Media und provozierten das Rückenmark durch noch unbekannte Stoffe in ihren Ausscheidungen dazu, Extra-Stammzellen zu bilden. Damit ist ein revolutionärer Durchbruch in der Stammzellenforschung gelungen.

Anders als in früheren medizinischen Studien werden die durch die Faeces der Steinläuse ins Leben gerufenen Extra-Stammzellen nicht vom Patienten abgestoßen, da sie vom eigenen Körper gebildet werden. Darüber hinaus weisen sie ein unbegrenztes Potenzial auf, neues Gewebe zu entwickeln. Da die Steinläuse nach spätestens 36 Stunden den menschlichen Organismus wieder aus eigenem Antrieb über den Canalicus lacrimalis verlassen, sind auch die Tierschützer von dem neuen Verfahren begeistert: „Grausige Tierversuche mit Mäusen und anderen Spezies gehören in der Stammzellenforschung ab sofort der Vergangenheit an“, sagt PETA-Sprecherin Ana Rodriguez. Die Forscher hoffen nun, dass Verfahren weiter verbessern zu können.

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Humanpathologie und Nebenwirkungen von Petrophaga lorioti

Von Felix Wicke, Gießen

Wie Untersuchungen seit der Erstbeschreibung 1983 aufgezeigt haben, ist P. lorioti ein weit verbreiteter Organismus mit immenser ökol. (Erosion), wirtschaftl. (bis ca. 1975 Steinlaus-Gebäude-Epidemie SGE, Gebäudelithotripsie) und med. Bedeutung.
V.a. die therap. Anw. von P. lorioti zur Litholyse path. Mineralisationsprodukte hat sich in der Urologie und Kardiologie durchgesetzt. Die path. Folgen bei P. lorioti-Befall (meist als Nebenw. bei therap. Einsatz) werden aber nach wie vor unterschätzt. Die bekannten Pathologien werden hier beschrieben.

Besonders problematisch ist eine bei P. lorioti nephrotica auftretende Mutation des Calciumoxalat-Digestase Enzyms zu Hydroxylapetitase, welche zu ausgeprägter Osteoporose führt. Eine solche Mutation bei P. lorioti communis könnte zu einem Übergreifen der SGE auf den Menschen führen. Euphorie bei P. lorioti-Infektionen Patienten durch Stimulation der Endorphin-Sekretion ist lange bekannt, unerklärt ist jedoch die meist noch ausgeprägtere Euphorie unter Ärtzen die solche Patienten behandeln. Die dadurch verursachte Verunsicherung und Stigmatisierung der Patienten ist bisher kaum beachtet worden, obwohl die psych. Belastung immens ist und bereits Bipolare-Störungen ausgelöst wurden. Suchtfälle beim Einsatz als Antidepressivum sind mehrfach aufgetreten.
In der Tropenmed. ist kürzlich ein nur auf Tahiti vorkommender Steinlaus-Stamm (P. lorioti tahitii TA988 ) bekannt geworden, welcher Zehennägel angreift. Starker Befall führt zu akutem Nagelschwund (extrem selten); eine ethnomed. Studie berichtet von kosmet. Anwendung unter Eingeborenen. Neurol. Studien zeigen, dass Lausotoxin nicht nur zur Lachfaltenbildung, sondern auch zur Hirnverfaltung führt. Die therap. Erfolge durch P. lorioti haben die Risiken in den Hintergrund gedrängt, allerdings sollte das klin. Potential der Art weiter erforscht werden. Bei angemessener Patientenaufklärung und Beachtung von Kontraindikatoren (z.B. steinernes Herz) können bedeutende Erfolge erzielt werden.

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Neue Erkenntnisse stellen lieb gewonnene Thesen in Frage

Von Siegfried Schröder, Paderborn

Die von der Petrophaga lorioti (deutsch: „Steinlaus“) in regelmäßigen Abständen hervorgebellten und nur als Ultraschall überhaupt wahrnehmbaren „Öh-öh-Laute“ dienen nun doch nicht, wie zunächst angenommen, ihrer Orientierung (Echolot) oder ihrer innerartlichen Kommunikation bei der Partnersuche. – Es handelt sich eben nicht um ein planvolles Such- oder Balzhüsteln, sondern schlicht um einen ernährungsbedingten Reizhusten aufgrund von Staub-Belägen (vgl. Berufskrankheit bei Pfefferpustern!).

Medizinstatistische Untersuchungen haben ergeben, dass Steinlaus-Befall vermehrt bei den Berufsgruppen auftritt, die häufig an Silikose (deutsch: „Staublunge“) erkranken: Porzellan- und Glasarbeiter, Sandstrahler, Marmorkuchen-Bäcker, Steinpilz-Sammler, Steinhäger-Trinker, Steinmetze und Bergleute. Es liegt die Vermutung nahe, dass Steinläuse die von Silikose befallenen Organe ihrer Wirtsleute regelrecht „abweiden“. Therapeutische Verwendungen von Tieren in der Humanmedizin haben eine lange Tradition: Blutegel, Bienengift, Schuppen fressende Fische bei Neurodermitis, Bandwürmer bei Adipositas, tierische Nahrung bei menschlichen Hungergefühlen u.s.w…

Die Knappschaftskassen der Bergleute interessieren sich in zwischen verstärkt für diese Art des Steinstaub-Abbaus in parasitärer Form, ihre Erfolgsversprechenden therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten bei der Silikose-Bekämpfung, bzw. deren serienmäßigen Nachzuchten und epidemischen Einsatzmöglichkeiten.

Doch über eine solch einfache symbiotische Zweckgemeinschaft hinaus könnte man im Bereich der Bionik bei der Steinlaus womöglich sogar diejenigen Enzyme extrahieren und herausmendeln, die mittels chemischer Stoffwechselprozesse in der Steinlaus selbst die eigentlich naheliegende persönliche Silikose-Anfälligkeit und -Gefährdung offensichtlich neutralisieren.

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