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Nano-Oberflächenschutz schont Steinlaus-Population

Folgender Beitrag erreichte uns leider zu spät. Der Einsendeschluss für unseren Wettbewerb ist verstrichen. Dennoch möchten wir Ihnen diese Forschungsergebnisse nicht vorenthalten:

Von Andreas Brunkhorst

Ein kleiner Zwischenfall in dem Stadtteil Hoheneck der barocken Stadt Ludwigsburg in Baden-Württemberg führte im Januar 2006 dazu, dass Mitarbeiter des Instituts der organischen Chemie aus Wiesbaden (IOCW) zu erschreckenden Erkenntnissen kamen. Wie erst jetzt aus Rechercheberichten hervorgeht, die vor zwei Tagen veröffentlicht wurden, hatten verstorbene Steinläuse den Wissenschaftlern vor Augen geführt, dass zahlreiche Oberflächenbeschichtungen für Mensch und Tier lebensgefährliche perfluorierte Tenside (PFT) enthalten. Ein neuartiger Nano-Oberflächenschutz soll nun im Einklang mit der Natur stehen und die Steinläuse nicht gefährden.

Frau Schmetz aus Ludwigsburg kann es immer noch nicht fassen, wenn Sie an den Tag zurückdenkt, an dem sie früh morgens im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen verlor. „Ich wollte eigentlich nur 15 Euro am Bankautomat abholen“ berichtete sie, „es war so schrecklich dunkel und neblig und dann fiel ich in ein großes Straßenloch und verlor das Bewusstsein“. Als der Notarzt eintraf, war es bereits hell und es hatten sich schon einige Schaulustige versammelt. Vor dem Eingang der Bank hatten sich auf mysteriöse Weise über Nacht mehrere Quadratmeter an Pflastersteinen aufgelöst (siehe Bild 1).

Was ist hier geschehen?

Was ist hier geschehen?

Nach mehreren Live-Sendungen in Aktenzeichen XY ungelöst, bekam der Sender ZDF von einem aufmerksamen Zuschauer aus Büddelborn den Hinweis, dass sich ein ähnlicher Fall im Jahre 1974 zugetragen hatte. Damals hatte sich eine Gruppe von Wissenschaftlern des Frankfurter zoologischen Gartens („Die wissenschaftlichen Tiger“, DWT) bemüht, einzelne Exemplare der Steinlaus (Petrophaga lorioti) aufzuspüren, nachdem nur noch Überreste einer 15 km langen Pflasterfläche einer Fußgängerzone vorgefunden wurden.
Unglücklicherweise hatten die kleinen Nager diese Fresszehnarie nicht überlebt, da die damaligen städtischen Behörden für die Lebensbedürfnisse der gefräßigen Lausart immer weniger Verständnis zeigten und daher das chemische Mittel Rodentizid zur Bekämpfung von Nagetieren einsetzten. Die Petrophaga lorioti konnte nur noch tot geborgen werden. Laut dem Bericht von Professor Grzimek in der ARD, sind innerhalb von wenigen Jahren die letzten großen Steinlausbestände durch den Menschen vernichtet worden, da die Steinlaus eine potentielle Gefahr für zahlreiche Baumaterialien darstellt.

Es wurde vermutet, dass insbesondere durch die übertriebene Hygiene in den letzten Jahren keine in Freiheit geborene Steinlaus mehr vorgefunden werden konnte. Ein gerade veröffentlichter Recherchebericht der DWT brachte nun Licht ins Dunkle. Nachdem im Jahre 2006 im Fall der verschwundenen Pflasterfläche in Hoheneck Reste einer Steinlaus-Population durch die tausenfache Vergrößerung eines Mikroskopes nachgewiesen werden konnten, wurde die IOCW beauftragt festzustellen, ob Chemikalien, wie damals das Mittel Rodentizid, einen qualvollen Tod bei Steinläusen verursacht. Wie im wissenschaftlichen Bericht von Felix Brenner aus Göttingen „Die kranke Steinlaus“ kommt es u.a. zu dem gleichen Krankheitsbild der letalen Steinhirnblutungen (stonebrain bleeding = Kleinhirnblutung). Durch sogenannte perfluorierte Tenside (PFT), die eigentlich schmutz und wasserabweisende Funktionen auf Oberflächen erfüllen sollen, werden vor allem Krebs und Kopfschmerzen beim Menschen und beim Tier ausgelöst. Das tragische dabei ist, dass in der Vergangenheit Milliarden Pflastersteine mit einem gesundheitsschädlichen Oberflächenschutz verkauft wurden, die PFT enthielten. Laut einer Schätzung des Bundesministeriums für Risikobewertung gilt eine Menge von 0,1 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht als „täglich duldbare Aufnahme“. Daher ist es leicht nachzuvollziehen, dass Steinläuse auf Grund ihres großen Appetits diese duldbare Aufnahmemenge deutlich überschreiten.

Nach diesen Ausführungen ist es den Bürgern verständlich, warum noch im selben Jahr, als Frau Schmetz in das Pflasterloch flog, das Europäische Parlament beschloss, die Verwendung der PFT-Art Perfluoroctansulfonate (PFOS) auf wenige Einsatzbereiche einzuschränken. Die Richtlinie 2006/122/EG des Europäischen Parlaments und des Rates ist am 27. Dezember 2006 durch eine Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union (2006/L372) in Kraft getreten. Seit dem 27. Juni 2008 dürfen keine PFOS mehr verwendet werden.

Leider wurde die als schädliche bekannte PFT-Art Perfluoroctansäure (PFOA) noch nicht verboten, obwohl sie ebenfalls schwer abbaubar ist und im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Doch seit einem Jahr können dank der Nanotechnologie (Nano = Zwerg, 10-9 m) durch die Verwendung von natürlichen Stoffen, wie beispielsweise Titandioxid und Siliziumdioxid, bei Oberflächen neue Eigenschaften erzielt werden. Das Zeichen NT (siehe Bild 2) symbolisiert ein Strukturelement der Nanotechnologie.

Die Nanotechnologie macht's möglich

Die Nanotechnologie macht's möglich

Die Oberfläche erhält bislang nicht für möglich gehaltene Eigenschaften. Ein neuer Stand der Technik mit vielen positiven Effekten wird im Einklang mit der Natur verwirklicht. Positiver Nebeneffekt: Die Steinlaus greift die behandelten Pflasterflächen ungern an. Da sie vor dem Fressakt die Genießbarkeit der Steine durch Anschlecken der Pflastersteinoberfläche mit der Zunge generell testet, kommt es lediglich zur Übelkeit und kleineren Schwindelanfällen. Wenn sie sich halbwegs gefangen hat, greift sie unbehandelte Mitbewerberprodukte an, so dass der Produzent der nanogeschützten Pflastersteine automatisch weitere, sichere Aufträge erhalten wird. Mittlerweile überlegt er, sein gesamtes Produktsortiment mit dem Nanoschutz auszustatten.

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Die Steinlaus als Medizin

Von Marret Marx, Hamburg

Jung-Steinläuse als „Entkalker“ im menschlichen Hirn

Die Erforschung der Fortpflanzung der Steinläuse und die Beobachtung ihrer Jungtiere hat die Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen und medizinischen Anwendungsmöglichkeiten geführt.

Wie auch beim Menschen und bei Säugetieren im Allgemeinen sind die Jung-Exemplare zunächst darauf angewiesen, weichere Materialien als Nahrung zu sich zu nehmen: Kalk und Kalkstein – da sie Granit und Gneis und ähnliche Materialien noch nicht beißen und verdauen können, wie Petrologen richtig erkannt haben.

Wo aber finden wir im medizinischen Sinne solch weiches Kalkgestein?
Im Hirn alter „Verkalkter“!

In ausgesuchten Altenpflegeheimen laufen bereits vielversprechende Versuche: Wer von den Probanden soweit ist, dass er sich beispielsweise auf Namen nicht mehr recht besinnen kann und sich nur an einen Anfangsbuchstaben zu erinnern meint, der die Denkrichtung vorgeben soll…, der erhält an geeigneter Stelle mit Zugang zum Großhirn verkalkungsreduzierende Infusionen, angereichert mit Jung-Steinläusen.

Geschmeidig, wie sie noch sind, tummeln sich diese zwischen den Hirnwindungen und beseitigen die dort angesiedelten Verkalkungen.
Dabei wurden schon günstige Ergebnisse erzielt, die große Hoffnungen bei künftigen Serienbehandlungen erwarten lassen.

Ob die dann erwachsen gewordenen Steinläuse im „Oberstübchen“ zu Folgeschäden führen, wird allerdings derzeit noch untersucht…

Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag erreichte uns nach dem Einsendeschluss, soll Ihnen aber dennoch nicht vorenthalten werden. Dafür handelt es sich um neueste Forschungsergebnisse. Der Beitrag ist als Nachtrag zu folgendem Text gedacht: De Steenluus as Medizin (Plattdeutsche Erstfassung des Textes).

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Riesensteinlaus fraß Saurier

Von Simone Edelberg, München

Türkische Wissenschaftler haben im Taurus-Gebirge die Überreste der größten bekannten Steinlaus aller Zeiten gefunden. Samira Canim vom staatlichen Naturkundemuseum in Ankara und ihr Kollege Mehmet Ali Acet waren in einer Höhle auf den 57 Zentimeter langen Schädel der urzeitlichen Riesensteinlaus gestoßen. Der Schädel sei außergewöhnlich gut und fast vollständig erhalten, berichten die Forscher. Grabungen in der Höhle brachten weitere 124 Knochen ans Tageslicht. Canim und Acet rekonstruierten das Skelett und gaben der gewaltigen Steinlaus den wissenschaftlichen Artnamen Petrophaga gigantica. Die Riesensteinlaus wog vermutlich 1 500 Kilogramm und war größer als ein Pferd. Sie besaß eine schützende Panzerung und kraftvolle Kiefer, mit denen sie neben Buntsandstein und Muschelkalk auch Dinosaurierküken und andere kleine Wirbeltiere verspeisen konnte. „Ihr Appetit muss grenzenlos gewesen sein“, so Canim.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Paläontologen bevölkerte die Riesensteinlaus vermutlich vor 65 bis 235 Millionen Jahren die Erde. Ihre Einordnung innerhalb der Steinlausfamilie bereitet den Wissenschaftlern allerdings Kopfzerbrechen. Immerhin werden ihre heute lebenden Verwandten nur wenige Millimeter groß. „Das Fossil bietet uns die einmalige Gelegenheit, das Cope’sche Gesetz zu widerlegen“, sagt Canim. Dieses behauptet einen Trend zur Größenzunahme der Arten im Laufe ihrer stammesgeschichtlichen Entwicklung, da ein größerer Körper einen oder mehrere Selektionsvorteile biete. Als solche Vorteile werden beispielsweise verbesserte Fähigkeiten, Beute zu fangen oder Verfolger abzuwehren sowie ein größerer Fortpflanzungserfolg angesehen. In den kommenden sechs Monaten will Canim nun den Fossilienfund weiter untersuchen und darüber in ihrer Doktorarbeit schreiben. „Ich werde auch prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vorkommen der Riesensteinlaus und dem Aussterben der Dinosaurier gibt“, kündigt die Wissenschaftlerin an.

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Humanpathologie und Nebenwirkungen von Petrophaga lorioti

Von Felix Wicke, Gießen

Wie Untersuchungen seit der Erstbeschreibung 1983 aufgezeigt haben, ist P. lorioti ein weit verbreiteter Organismus mit immenser ökol. (Erosion), wirtschaftl. (bis ca. 1975 Steinlaus-Gebäude-Epidemie SGE, Gebäudelithotripsie) und med. Bedeutung.
V.a. die therap. Anw. von P. lorioti zur Litholyse path. Mineralisationsprodukte hat sich in der Urologie und Kardiologie durchgesetzt. Die path. Folgen bei P. lorioti-Befall (meist als Nebenw. bei therap. Einsatz) werden aber nach wie vor unterschätzt. Die bekannten Pathologien werden hier beschrieben.

Besonders problematisch ist eine bei P. lorioti nephrotica auftretende Mutation des Calciumoxalat-Digestase Enzyms zu Hydroxylapetitase, welche zu ausgeprägter Osteoporose führt. Eine solche Mutation bei P. lorioti communis könnte zu einem Übergreifen der SGE auf den Menschen führen. Euphorie bei P. lorioti-Infektionen Patienten durch Stimulation der Endorphin-Sekretion ist lange bekannt, unerklärt ist jedoch die meist noch ausgeprägtere Euphorie unter Ärtzen die solche Patienten behandeln. Die dadurch verursachte Verunsicherung und Stigmatisierung der Patienten ist bisher kaum beachtet worden, obwohl die psych. Belastung immens ist und bereits Bipolare-Störungen ausgelöst wurden. Suchtfälle beim Einsatz als Antidepressivum sind mehrfach aufgetreten.
In der Tropenmed. ist kürzlich ein nur auf Tahiti vorkommender Steinlaus-Stamm (P. lorioti tahitii TA988 ) bekannt geworden, welcher Zehennägel angreift. Starker Befall führt zu akutem Nagelschwund (extrem selten); eine ethnomed. Studie berichtet von kosmet. Anwendung unter Eingeborenen. Neurol. Studien zeigen, dass Lausotoxin nicht nur zur Lachfaltenbildung, sondern auch zur Hirnverfaltung führt. Die therap. Erfolge durch P. lorioti haben die Risiken in den Hintergrund gedrängt, allerdings sollte das klin. Potential der Art weiter erforscht werden. Bei angemessener Patientenaufklärung und Beachtung von Kontraindikatoren (z.B. steinernes Herz) können bedeutende Erfolge erzielt werden.

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Neue Erkenntnisse stellen lieb gewonnene Thesen in Frage

Von Siegfried Schröder, Paderborn

Die von der Petrophaga lorioti (deutsch: „Steinlaus“) in regelmäßigen Abständen hervorgebellten und nur als Ultraschall überhaupt wahrnehmbaren „Öh-öh-Laute“ dienen nun doch nicht, wie zunächst angenommen, ihrer Orientierung (Echolot) oder ihrer innerartlichen Kommunikation bei der Partnersuche. – Es handelt sich eben nicht um ein planvolles Such- oder Balzhüsteln, sondern schlicht um einen ernährungsbedingten Reizhusten aufgrund von Staub-Belägen (vgl. Berufskrankheit bei Pfefferpustern!).

Medizinstatistische Untersuchungen haben ergeben, dass Steinlaus-Befall vermehrt bei den Berufsgruppen auftritt, die häufig an Silikose (deutsch: „Staublunge“) erkranken: Porzellan- und Glasarbeiter, Sandstrahler, Marmorkuchen-Bäcker, Steinpilz-Sammler, Steinhäger-Trinker, Steinmetze und Bergleute. Es liegt die Vermutung nahe, dass Steinläuse die von Silikose befallenen Organe ihrer Wirtsleute regelrecht „abweiden“. Therapeutische Verwendungen von Tieren in der Humanmedizin haben eine lange Tradition: Blutegel, Bienengift, Schuppen fressende Fische bei Neurodermitis, Bandwürmer bei Adipositas, tierische Nahrung bei menschlichen Hungergefühlen u.s.w…

Die Knappschaftskassen der Bergleute interessieren sich in zwischen verstärkt für diese Art des Steinstaub-Abbaus in parasitärer Form, ihre Erfolgsversprechenden therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten bei der Silikose-Bekämpfung, bzw. deren serienmäßigen Nachzuchten und epidemischen Einsatzmöglichkeiten.

Doch über eine solch einfache symbiotische Zweckgemeinschaft hinaus könnte man im Bereich der Bionik bei der Steinlaus womöglich sogar diejenigen Enzyme extrahieren und herausmendeln, die mittels chemischer Stoffwechselprozesse in der Steinlaus selbst die eigentlich naheliegende persönliche Silikose-Anfälligkeit und -Gefährdung offensichtlich neutralisieren.

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Die NANO-LAUS

Von Dr. Jürgen Keller, Berlin

Auf Ihre Anregung hin befragte ich die stets gut unterrichteten Kreise, die mich wie üblich hinter vorgehaltener Hand wissen ließen, was man am Gentechnologie-Zentrum in STEINBORN in der Eifel Unerhörtes planen soll.

Angespornt von den bekannten Qualitäten und Fähigkeiten der heutigen Steinlaus-Population und von der kecken Behauptung ihrer Züchter, sie sei das weltweit kleinste Nagetier, will man in Steinborn kräftig eines draufsetzen: Die NANO-LAUS. Das unübertreffliche Erscheinungsbild der Steinlaus soll im Nanoformat bewahrt bleiben. Die Fähigkeiten des künftigen Sprösslings aber sollen weit über die Steinbearbeitung der Eltern und Großeltern hinausgehen

Im medizinischen Sektor haben die Steinborner Experten nicht nur populäre Erkrankungen im Visier, sondern erstmals auch das weite Feld der sog. Hirnforscher. Derzeit vermehrt sich das Tierchen im nahrhaften Vulkangestein der Eifel in rascher Generationenfolge. Dies erlaubt es den Forschern, nach radikalen Auslesekriterien das Optimum traditioneller Zucht zu erzielen, um dann mit ihrer patentierten und bislang nicht veröffentlichten Methode den Nanobereich anzupeilen. Der jeweilige Forschungsstand wird nicht publiziert.

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De Steenluus as Medizin (Plattdeutsche Erstfassung des Textes)

Von Carl Groth, Hamburg

Possierlich antokieken ünner’t Mikroskop sünd se, de Steenlüüs, sä Professer Grzimek; düsse lütten Düvels, de hele Hüüs to’n Instörten bringt, un de Brüchen ut Betong wegmuffelt as de Worms den Kees.

Bitto weer all’ns, wat wi vun de lütten Beesters höört hebbt, ja blots mit Angst un Argernis un Destruktschoon verbunnen. Man nu, wo de Wetenschop sik de lütten Deerten to Deensten maakt, süht dat heel anners ut… Nee, nich dat se ole Bunkers ut’n lesden Krieg tweikriegen un verspiesen mööt. Dat duert veel to lang. Un dennso warrt ja ok de arbeitslos, de sik mit dat Afrieten, dat Sprengen un Tweihauen utkennt. Nee, dor sünd de Gewerkschaften vör, dor laat se de nich ran!
– Neenee…
De Mediziners hebbt ehr nu as Hölper funnen, de dor lütten Steenbieters:
Un twaars gegens Nierensteen as niegest Therapie mit Steenlüüs….!
De dor Krabauters – sünd ja meist so lütt as Bakterien –, de warrt in Ampullen nu in de Aftheken verköfft. Un wat in de dor Ampullen in is, ward in Mineralwater oplööst, wat een denn drinken schall… Un den Rest mutt ik meist gor nich vertellen: Wenn de lütten Steenlüüs in de Nieren de Steene finndt, denn delekteert se sik an dat, wat se dor söcht un funnen hebbt. Un wenn dor nix mehr to fuddern is, denn kaamt se wedder rut as sik dat höört mit dat Rutkamen. Un sodennich freet se noch den Kalksteen in’t Klobecken af. Dor freit sik denn de Huusfru över.
Nu probeert se, wat dat mit Gallensteen ok geiht, heff ik höört. De Gall is ja för’t Verdauen vun Fett tostännig. Un dennso mutt’n de Dinger woll in Lebbertraan oder Olivenööl rinmengeleer’n. Un denn wüllt wi mal sehen: Dat ward al wat warrn mit de dor lütten Steenbieters…
Tjaa, un de Krankenkass ward jümmer billiger op düsse Oort.

Die Steinlaus als Medizin (Hochdeutsche Fassung für Quiddjes)

Possierlich anzuschauen unter dem Mikroskop sind sie ja, die Steinläuse, sagte Professor Grzimek; diese kleinen Teufel, die ganze Häuser zum Einstürzen bringen können, und die Brücken aus Beton wegfuttern wie die Würmer den Käse.
Bislang war alles, was wir von den kleinen Biestern gehört haben mit Angst, Ärger und Destruktion verbunden. Nun aber, wo sich die Wissenschaft die kleinen Viecher dienstbar macht, sieht es ganz anders aus… Nein, nicht dass sie alte Bunker aus dem letzten Krieg zerstören und auffressen sollen. Das dauert viel zu lange. Und dann würden auch diejenigen arbeitslos, die sich mit dem Abreißen, dem Sprengen und dem Zertrümmern auskennen. Nein, das verhindern schon die Gewerkschaften.
Neinnein!
Die Mediziner haben sie als Helfer nun entdeckt, die kleinen Steinbeißer: Und zwar als neueste Therapie gegen Nierensteine mit Steinläusen…! Diese kleinen Krabbler – sind ja winzig wie Bakterien – werden in Ampullen jetzt in Apotheken verkauft. Und der Inhalt dieser Ampullen wird dann in Mineralwasser aufgelöst, das man dann trinken muss… Und das Weitere versteht sich von selbst: Wenn die kleinen Steinläuse in den Nieren die Steine gesucht und gefunden haben, delektieren sie sich daran. Und finden sie dort nichts mehr zu futtern, dann kommen sie wieder heraus, wie es sich üblicherweise gehört. Und dann fressen sie im Klobecken noch den Kalkstein ab, worüber sich die Hausfrau freut.

Jetzt laufen Untersuchungen, es mit Gallensteinen ebenso zu machen. Die Galle ist ja für die Fettverdauung zuständig. Dazu wird man die Steinläuse wohl in Lebertran oder Olivenöl hineingeben müssen. Und dann werden wir mal abwarten: Die kleinen Steinbeißer werden es schon schaffen… Tjaa, und die Krankenkasse wird immer billiger auf diese Art.

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