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Die Steinlaus als Medizin

Von Marret Marx, Hamburg

Jung-Steinläuse als „Entkalker“ im menschlichen Hirn

Die Erforschung der Fortpflanzung der Steinläuse und die Beobachtung ihrer Jungtiere hat die Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen und medizinischen Anwendungsmöglichkeiten geführt.

Wie auch beim Menschen und bei Säugetieren im Allgemeinen sind die Jung-Exemplare zunächst darauf angewiesen, weichere Materialien als Nahrung zu sich zu nehmen: Kalk und Kalkstein – da sie Granit und Gneis und ähnliche Materialien noch nicht beißen und verdauen können, wie Petrologen richtig erkannt haben.

Wo aber finden wir im medizinischen Sinne solch weiches Kalkgestein?
Im Hirn alter „Verkalkter“!

In ausgesuchten Altenpflegeheimen laufen bereits vielversprechende Versuche: Wer von den Probanden soweit ist, dass er sich beispielsweise auf Namen nicht mehr recht besinnen kann und sich nur an einen Anfangsbuchstaben zu erinnern meint, der die Denkrichtung vorgeben soll…, der erhält an geeigneter Stelle mit Zugang zum Großhirn verkalkungsreduzierende Infusionen, angereichert mit Jung-Steinläusen.

Geschmeidig, wie sie noch sind, tummeln sich diese zwischen den Hirnwindungen und beseitigen die dort angesiedelten Verkalkungen.
Dabei wurden schon günstige Ergebnisse erzielt, die große Hoffnungen bei künftigen Serienbehandlungen erwarten lassen.

Ob die dann erwachsen gewordenen Steinläuse im „Oberstübchen“ zu Folgeschäden führen, wird allerdings derzeit noch untersucht…

Anmerkung der Redaktion: Dieser Beitrag erreichte uns nach dem Einsendeschluss, soll Ihnen aber dennoch nicht vorenthalten werden. Dafür handelt es sich um neueste Forschungsergebnisse. Der Beitrag ist als Nachtrag zu folgendem Text gedacht: De Steenluus as Medizin (Plattdeutsche Erstfassung des Textes).

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Der Nachwuchs

Für den Nestbau ist das Steinlausweibchen zuständig. Die komplexen Nester bestehen meist aus Gräsern oder Zweigen. Die Steinläuse sind Steinbrüter. Das heißt sie suchen sich eine Nische in einer Steinwand oder einem Berg.

Steinläuse bringen zweimal im Jahr Nachwuchs zur Welt. Nach einer 20- bis 30-tägigen Tragezeit wirft das Steinlausweibchen fünf bis elf Jungtiere. Während der Tragezeit hat das Weibchen einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf und benötigt das Doppelte an Steinen. Meist erfolgt die Geburt in den frühen Morgenstunden. Die Jungen werden vier bis fünf Wochen lang täglich gesäugt. In dieser Zeit können die Jungen bis zu einem ein Zehntel ihres Gewichts an Milch aufnehmen. Die Neugeborenen sind zunächst taub und blind, aber nach zehn bis 15 Tagen öffnen sie die Augen und fangen an zu hören. Sobald die Milchzähne hervortreten, haben die Jungläuse ein starkes Bedürfnis, auf Steinen herumzukauen. Nach fünf bis sieben Wochen sind sie entwöhnt und die Geschlechtsreife tritt meist nach vier bis acht Monaten ein.

Wenn alles gut geklappt hat, raten wir zu einem eigenen Blog für den Nachwuchs – so wie Berit und Dani vorbildlich ihre Erlebnisse dokumentieren.

de Gruyter, 1994

Eine Aufgabe der Wissenschaft: Die Analyse der Sexualhormone der Steinläuse. Quelle: Buddecke, E.: Grundriß der Biochemie. 9. Aufl. Berlin: de Gruyter, 1994

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