Schlagwort-Archive: Spezies

Fazit: Standortbestimmung Steinlausforschung

Acht Wochen lang wollten wir mit unserem Schreibwettbewerb den aktuellen Stand der Steinlausforschung ausloten. Das haben wir dank Ihrer Hilfe geschafft! Zeit, kurz zurückzublicken: Wir freuen uns sehr über Ihre 27 Wettbewerbsbeiträge, unzähligen Kommentare, fachliche Fragen und Hinweise.

Neben Nachrichten, die die Redaktion ereilten, etwa über den Einsatz von Steinläusen bei Arterienverschlüssen, die Relevanz des kleinen Nagers für die menschliche Verdauung sowie die Wichtigkeit des possierlichen Rackers für Ökosysteme in Watt und Meer oder sogar Funde von Steinlauspopulationen durch Nackt-Scannen, haben wir von Ihnen vollkommen neue Einsichten erlangen können – dafür danken wir Ihnen. Als wir den Steinlausdiskurs im Oktober 2008 begannen, waren gerade einmal drei Subspezies der Petrophaga lorioti bekannt – heute kennen wir 21:
Gemeine Steinlaus (Petrophaga lorioti communis)
Nieren-Steinlaus (Petrophaga lorioti nephrotica)
– Blasen-Steinlaus (Petrophaga lorioti vesicae)
– Gallen-Steinlaus (Petrophaga lorioti cholerica)
Petrophaga natare
Petrophaga amphibica
Salzwassersteinlaus (Petrophaga amphibica salaria)
Petrophaga Gelsenkirchii
Petrophaga lorioti sine ferrophagii
Ministeinlaus (Petrophaga lorioti minor)
Petrophaga cervans
– und Petrophaga nasus foratrex

Riesensteinlaus (Petrophaga gigantica)
Pudersteinlaus (Petrophaga pulviscula var. monacensis)
Petrophaga lorioti tahitii TA988

Nano-Laus
Zu den frühen Arten und Züchtungen werden zudem die Petrophaga romanici, die Petrophaga gotici und folgend die Petrophaga Dentali sowie die Petrophaga mineralii gezählt. Als erfolgreiche Kreuzung gilt die Stein-Kopflaus mit dem Namen Petrophaga lorioti rabiata omnivoris.

Ebenso wissen wir, dass es die Steinlaus bereits in prähistorischer Zeit gegeben haben muss, dass sie sich bei Blattläusen wohl fühlt und eine ganz eigene Lautsprache entwickelt hat. Unterschiedlichste Futterverwertungen haben wir kennen gelernt: vom Stein der Weisen, über ausgewogene Steinkost bis zu Zahnstein oder Steinpilzen. Konkurrenz bekommt die Steinlaus von der Marmormotte (Lepidoptera marmora), dem Steinwurm und einem anderen niedlichen Nager namens Tina.

Ohne die Hilfe der Steinlausforscher wüßten wir nicht, dass der possierliche Racker mittlerweile wegen seiner Fähigkeiten in unterschiedlichten Bereichen gewinnbringend eingesetzt wird. Steinläuse sind in Abrissunternehmen im Einsatz, genauso wie im Diamantabbau, in der Automobilindustrie, beim Steinmetz, in der Veterinärmedizin, in der Pathologie, Orthopädie, Kardiologie, in der Sportmedizin, in der Silikose-Bekämpfung, in der Bio- und Recycling-Technik ebenso wie im Haushalt.

Dank der Experten wissen wir aber auch um Risiken und Nebenwirkungen, die es zu beachten und unter Kontrolle zu halten gilt. So kann die Steinlaus das Bilden von Lachfalten begünstigen, Depressionen auslösen, Osteoporose oder krankhafte Euphorie hervorrufen. Sie kann selbst ernsthaft erkranken. Manche Forscher warnen sogar vor der Möglichkeit einer dreckigen Steinlausbombe.

Jetzt wird unsere Jury die Exzerpte Ihrer Forschungsarbeiten prüfen und die innovativsten und wissenschaftlich herausragendsten Arbeiten ermitteln. Darüber hinaus freuen wir uns sehr, dass Sie unser Weblog auch nach Wettbewerbsende nutzen, um die Steinlausdiskussion interdisziplinär weiterführen.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter News und Erkenntnisse

Riesensteinlaus fraß Saurier

Von Simone Edelberg, München

Türkische Wissenschaftler haben im Taurus-Gebirge die Überreste der größten bekannten Steinlaus aller Zeiten gefunden. Samira Canim vom staatlichen Naturkundemuseum in Ankara und ihr Kollege Mehmet Ali Acet waren in einer Höhle auf den 57 Zentimeter langen Schädel der urzeitlichen Riesensteinlaus gestoßen. Der Schädel sei außergewöhnlich gut und fast vollständig erhalten, berichten die Forscher. Grabungen in der Höhle brachten weitere 124 Knochen ans Tageslicht. Canim und Acet rekonstruierten das Skelett und gaben der gewaltigen Steinlaus den wissenschaftlichen Artnamen Petrophaga gigantica. Die Riesensteinlaus wog vermutlich 1 500 Kilogramm und war größer als ein Pferd. Sie besaß eine schützende Panzerung und kraftvolle Kiefer, mit denen sie neben Buntsandstein und Muschelkalk auch Dinosaurierküken und andere kleine Wirbeltiere verspeisen konnte. „Ihr Appetit muss grenzenlos gewesen sein“, so Canim.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen der Paläontologen bevölkerte die Riesensteinlaus vermutlich vor 65 bis 235 Millionen Jahren die Erde. Ihre Einordnung innerhalb der Steinlausfamilie bereitet den Wissenschaftlern allerdings Kopfzerbrechen. Immerhin werden ihre heute lebenden Verwandten nur wenige Millimeter groß. „Das Fossil bietet uns die einmalige Gelegenheit, das Cope’sche Gesetz zu widerlegen“, sagt Canim. Dieses behauptet einen Trend zur Größenzunahme der Arten im Laufe ihrer stammesgeschichtlichen Entwicklung, da ein größerer Körper einen oder mehrere Selektionsvorteile biete. Als solche Vorteile werden beispielsweise verbesserte Fähigkeiten, Beute zu fangen oder Verfolger abzuwehren sowie ein größerer Fortpflanzungserfolg angesehen. In den kommenden sechs Monaten will Canim nun den Fossilienfund weiter untersuchen und darüber in ihrer Doktorarbeit schreiben. „Ich werde auch prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Vorkommen der Riesensteinlaus und dem Aussterben der Dinosaurier gibt“, kündigt die Wissenschaftlerin an.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Bahnbrechende Entdeckungen, Ihre Beiträge

Neue Steinlausart in Puderdose entdeckt

Von Simone Edelberg, München

Eine Münchner Wissenschaftlerin hat am vergangenen Freitag eine bislang unbekannte Art der gemeinen Steinlaus (Petrophaga lorioti) entdeckt. Sie sei per Zufall auf die Tiere gestoßen, als sie sich nach Dienstschluss die Nase pudern wollte, berichtet Professorin Inge Klampfl, Leiterin der Abteilung Steinlausforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die nach ihrem Lebensraum benannte Pudersteinlaus (Petrophaga pulviscula var. monacensis) zeichnet sich durch eine geringe Körpergröße von 0,1 bis 0,9 Millimetern, bronzefarbenen Pelz sowie einen leuchtend purpurrosa Kopf und mascaraschwarze Beine aus. Dass es sich dabei um eine neue Art handelt, entdeckten Klampfl und ihr Team allerdings erst durch umfangreiche Erbgut-Analysen und Zahnvergleiche von Steinlausfunden der vergangenen 33 Jahre. „Nicht nur vom Äußeren, auch vom Verhalten unterscheidet sich diese Art von anderen“, so Klampfl. „Die Pudersteinläuse leben in lockeren Familienverbänden und ernähren sich von den im Puder enthaltenen Kieselsäuren und Magnesiumsilikathydraten.“

Bislang konnten Pudersteinlauspopulationen in fünf Prozent der rund 100 untersuchten Puderdosen nachgewiesen werden. Die Steinlausforscherin hofft nun auf die Kooperationsbereitschaft der Kosmetikkonzerne. Aktuell bitten ihre Mitarbeiter weltweit Kosmetikfirmen darum, dem Münchner Institut kostenlos Proben aller auf dem Markt befindlichen Puder zu überlassen. „Die Besiedelung von Kosmetikprodukten ist im Tierreich eher ungewöhnlich“, sagt Klampfl. „Auffällig ist, dass wir bisher noch keine Pudersteinläuse in festem Puder gefunden haben. Sie scheinen losen Puder zu bevorzugen.“ Die Wissenschaftlerin will auch überprüfen, ob die Pudersteinläuse eine gesundheitsgefährdende Wirkung auf die menschliche Haut haben. Langfristig wäre dann das Überleben der Pudersteinlaus gefährdet. Klampfl: „Es wäre bedauerlich, wenn eine so spektakuläre Spezies durch den Hygienewahn der Menschen verschwindet.“

10 Kommentare

Eingeordnet unter Bahnbrechende Entdeckungen, Ihre Beiträge

Humanpathologie und Nebenwirkungen von Petrophaga lorioti

Von Felix Wicke, Gießen

Wie Untersuchungen seit der Erstbeschreibung 1983 aufgezeigt haben, ist P. lorioti ein weit verbreiteter Organismus mit immenser ökol. (Erosion), wirtschaftl. (bis ca. 1975 Steinlaus-Gebäude-Epidemie SGE, Gebäudelithotripsie) und med. Bedeutung.
V.a. die therap. Anw. von P. lorioti zur Litholyse path. Mineralisationsprodukte hat sich in der Urologie und Kardiologie durchgesetzt. Die path. Folgen bei P. lorioti-Befall (meist als Nebenw. bei therap. Einsatz) werden aber nach wie vor unterschätzt. Die bekannten Pathologien werden hier beschrieben.

Besonders problematisch ist eine bei P. lorioti nephrotica auftretende Mutation des Calciumoxalat-Digestase Enzyms zu Hydroxylapetitase, welche zu ausgeprägter Osteoporose führt. Eine solche Mutation bei P. lorioti communis könnte zu einem Übergreifen der SGE auf den Menschen führen. Euphorie bei P. lorioti-Infektionen Patienten durch Stimulation der Endorphin-Sekretion ist lange bekannt, unerklärt ist jedoch die meist noch ausgeprägtere Euphorie unter Ärtzen die solche Patienten behandeln. Die dadurch verursachte Verunsicherung und Stigmatisierung der Patienten ist bisher kaum beachtet worden, obwohl die psych. Belastung immens ist und bereits Bipolare-Störungen ausgelöst wurden. Suchtfälle beim Einsatz als Antidepressivum sind mehrfach aufgetreten.
In der Tropenmed. ist kürzlich ein nur auf Tahiti vorkommender Steinlaus-Stamm (P. lorioti tahitii TA988 ) bekannt geworden, welcher Zehennägel angreift. Starker Befall führt zu akutem Nagelschwund (extrem selten); eine ethnomed. Studie berichtet von kosmet. Anwendung unter Eingeborenen. Neurol. Studien zeigen, dass Lausotoxin nicht nur zur Lachfaltenbildung, sondern auch zur Hirnverfaltung führt. Die therap. Erfolge durch P. lorioti haben die Risiken in den Hintergrund gedrängt, allerdings sollte das klin. Potential der Art weiter erforscht werden. Bei angemessener Patientenaufklärung und Beachtung von Kontraindikatoren (z.B. steinernes Herz) können bedeutende Erfolge erzielt werden.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Ihre Beiträge, Steinlausforschnung

Die NANO-LAUS

Von Dr. Jürgen Keller, Berlin

Auf Ihre Anregung hin befragte ich die stets gut unterrichteten Kreise, die mich wie üblich hinter vorgehaltener Hand wissen ließen, was man am Gentechnologie-Zentrum in STEINBORN in der Eifel Unerhörtes planen soll.

Angespornt von den bekannten Qualitäten und Fähigkeiten der heutigen Steinlaus-Population und von der kecken Behauptung ihrer Züchter, sie sei das weltweit kleinste Nagetier, will man in Steinborn kräftig eines draufsetzen: Die NANO-LAUS. Das unübertreffliche Erscheinungsbild der Steinlaus soll im Nanoformat bewahrt bleiben. Die Fähigkeiten des künftigen Sprösslings aber sollen weit über die Steinbearbeitung der Eltern und Großeltern hinausgehen

Im medizinischen Sektor haben die Steinborner Experten nicht nur populäre Erkrankungen im Visier, sondern erstmals auch das weite Feld der sog. Hirnforscher. Derzeit vermehrt sich das Tierchen im nahrhaften Vulkangestein der Eifel in rascher Generationenfolge. Dies erlaubt es den Forschern, nach radikalen Auslesekriterien das Optimum traditioneller Zucht zu erzielen, um dann mit ihrer patentierten und bislang nicht veröffentlichten Methode den Nanobereich anzupeilen. Der jeweilige Forschungsstand wird nicht publiziert.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bahnbrechende Entdeckungen, Ihre Beiträge

Die Petrophaga lorioti minor

Von Martin Vogler, Scheden

Im Zuge der Forschungen zur realen Existenz der gemeinen Steinlaus (Petrophaga lorioti) wird eine Spezies beschrieben, die eine mikroskopisch kleine Art der gemeinen Steinlaus ist und als Petrophaga lorioti minor bezeichnet wird. Früher wurde angenommen, daß es sich um ein infantiles Stadium der Petrophaga lorioti handele. Dies konnte jetzt widerlegt werden, zumal es gelungen ist, die Vermehrung der Petrophaga lorioti minor mit Folsäure oder deren Verbindungen zu aktivieren. Dadurch eröffnen sich neue Möglichkeiten in der Diagnostik und Therapie der Humanmedizin.

Suspensionen von Petrophaga lorioti minor lassen sich viel einfacher und gezielter applizieren um beispielsweise Sklerosen zu behandeln. Auch wird erwogen Populationen von Petrophaga lorioti minor in Form eines Slurry als Ersatz für EDTA einzusetzen, da bekanntermaßen EDTA auch Schwermetalle bindet, was zu Schwierigkeiten und Folgekontaminationen führen kann und die Waschmittelindustrie veranlasste EDTA nicht mehr für die Waschmittelproduktion zu benutzen.

Vorteil dieser Anwendung ist, daß die „Ministeinlaus“ die zu fressenden Verbindungen im status nascendi vorfindet und daher äußerst wirksam agieren kann, was möglicherweise das Sludge-Phänomen mindern oder ausschließen könnte, da die Stase verhindert wird. Dennoch dürfen die Anmerkungen von Prof. Dr. met. Eduard Murks nicht vernachlässigt werden, der zu bedenken gibt, daß die Stoffwechselendprodukte der Petrophaga lorioti minor möglicherweise von der Leber des Menschen nicht abgebaut oder unschädlich gemacht werden könnten.

Dieser wichtige Hinweis kann nicht leichtfertig abgetan werden und bedarf einer gründlichen Erforschung. Der Verein zur Erhaltung und Erforschung der Steinlaus e.V. in Hintertupf hat bereits für ein derartiges Forschungsvorhaben Unterstützung signalisiert. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht eine derartige wichtige Tiergattung, deren wertvoller Einsatz für Mensch und Tier noch nicht abzuschätzen ist, gründlich zu erforschen, Lebensbedingungen zu optimieren und ggf. globalen Tierschutz angedeihen zu lassen.

Der Einsatz in der Technik hingegen erscheint nicht so bedenklich. In der Abwasserreinigung, Biogasgewinnung und anaeroben Prozessen entsteht viel Kohlendioxid, das in Gegenwart von Erdalkaliionen zu hartnäckigen Inkrustationen und Verstopfungen führt. Hier hat bereits der Einsatz des oben erwähnten Slurry hervorragende Ergebnisse erzielt. Einziger Nachteil der Methode ist, daß die angewandte Population meistens verloren geht, was die Erzeugung von „Ministeinlauspopulationen“ äußerst wichtig und die grundlegende Erforschung der Lebensgewohnheiten und des Metabolismus der Petrophaga lorioti minor unabdingbar macht.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Bahnbrechende Entdeckungen, Ihre Beiträge

De Steenluus as Medizin (Plattdeutsche Erstfassung des Textes)

Von Carl Groth, Hamburg

Possierlich antokieken ünner’t Mikroskop sünd se, de Steenlüüs, sä Professer Grzimek; düsse lütten Düvels, de hele Hüüs to’n Instörten bringt, un de Brüchen ut Betong wegmuffelt as de Worms den Kees.

Bitto weer all’ns, wat wi vun de lütten Beesters höört hebbt, ja blots mit Angst un Argernis un Destruktschoon verbunnen. Man nu, wo de Wetenschop sik de lütten Deerten to Deensten maakt, süht dat heel anners ut… Nee, nich dat se ole Bunkers ut’n lesden Krieg tweikriegen un verspiesen mööt. Dat duert veel to lang. Un dennso warrt ja ok de arbeitslos, de sik mit dat Afrieten, dat Sprengen un Tweihauen utkennt. Nee, dor sünd de Gewerkschaften vör, dor laat se de nich ran!
– Neenee…
De Mediziners hebbt ehr nu as Hölper funnen, de dor lütten Steenbieters:
Un twaars gegens Nierensteen as niegest Therapie mit Steenlüüs….!
De dor Krabauters – sünd ja meist so lütt as Bakterien –, de warrt in Ampullen nu in de Aftheken verköfft. Un wat in de dor Ampullen in is, ward in Mineralwater oplööst, wat een denn drinken schall… Un den Rest mutt ik meist gor nich vertellen: Wenn de lütten Steenlüüs in de Nieren de Steene finndt, denn delekteert se sik an dat, wat se dor söcht un funnen hebbt. Un wenn dor nix mehr to fuddern is, denn kaamt se wedder rut as sik dat höört mit dat Rutkamen. Un sodennich freet se noch den Kalksteen in’t Klobecken af. Dor freit sik denn de Huusfru över.
Nu probeert se, wat dat mit Gallensteen ok geiht, heff ik höört. De Gall is ja för’t Verdauen vun Fett tostännig. Un dennso mutt’n de Dinger woll in Lebbertraan oder Olivenööl rinmengeleer’n. Un denn wüllt wi mal sehen: Dat ward al wat warrn mit de dor lütten Steenbieters…
Tjaa, un de Krankenkass ward jümmer billiger op düsse Oort.

Die Steinlaus als Medizin (Hochdeutsche Fassung für Quiddjes)

Possierlich anzuschauen unter dem Mikroskop sind sie ja, die Steinläuse, sagte Professor Grzimek; diese kleinen Teufel, die ganze Häuser zum Einstürzen bringen können, und die Brücken aus Beton wegfuttern wie die Würmer den Käse.
Bislang war alles, was wir von den kleinen Biestern gehört haben mit Angst, Ärger und Destruktion verbunden. Nun aber, wo sich die Wissenschaft die kleinen Viecher dienstbar macht, sieht es ganz anders aus… Nein, nicht dass sie alte Bunker aus dem letzten Krieg zerstören und auffressen sollen. Das dauert viel zu lange. Und dann würden auch diejenigen arbeitslos, die sich mit dem Abreißen, dem Sprengen und dem Zertrümmern auskennen. Nein, das verhindern schon die Gewerkschaften.
Neinnein!
Die Mediziner haben sie als Helfer nun entdeckt, die kleinen Steinbeißer: Und zwar als neueste Therapie gegen Nierensteine mit Steinläusen…! Diese kleinen Krabbler – sind ja winzig wie Bakterien – werden in Ampullen jetzt in Apotheken verkauft. Und der Inhalt dieser Ampullen wird dann in Mineralwasser aufgelöst, das man dann trinken muss… Und das Weitere versteht sich von selbst: Wenn die kleinen Steinläuse in den Nieren die Steine gesucht und gefunden haben, delektieren sie sich daran. Und finden sie dort nichts mehr zu futtern, dann kommen sie wieder heraus, wie es sich üblicherweise gehört. Und dann fressen sie im Klobecken noch den Kalkstein ab, worüber sich die Hausfrau freut.

Jetzt laufen Untersuchungen, es mit Gallensteinen ebenso zu machen. Die Galle ist ja für die Fettverdauung zuständig. Dazu wird man die Steinläuse wohl in Lebertran oder Olivenöl hineingeben müssen. Und dann werden wir mal abwarten: Die kleinen Steinbeißer werden es schon schaffen… Tjaa, und die Krankenkasse wird immer billiger auf diese Art.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Die Spezies, Ihre Beiträge, Medizinische Forschung, Steinlausforschnung