Schlagwort-Archive: Urinstein

Entwicklungsgeschichte der Steinlaus

Von Andreas Dombek, Konstanz

Seit 1860 kursieren Gerüchte, bereits gotische Steinmetze hätten eine Zahnsteinbehandlung gekannt, da an ihren bei Ausgrabungen gefundenen Zähnen kein Zahnstein nachweisbar ist.

In einer Forschungsgruppe um Prof. Klaus Zahn-Lauser von der Universität Lausitz wird dies nun untersucht, nachdem in Lausa bei Dresden hinter einer Steinfassade eine Kolonie Steinläuse Petrophaga entdeckt wurde.

Die Steinmetze hatten aus der Steinlaus Petrophaga romanici als Urinsteinfresser die steinfressende P. gotici und folgend die P. dentali für den Zahnsteinabtrag gezüchtet. Danach wurden Untergruppen selektiert, die in der Lage waren, sogar Abtrag an Stein-Skulpturen durchzuführen.
So wurde am Kopf die Kopflaus, am Körper die Körperlaus, an Kleidung die Kleiderlaus und an Barthaaren die Filzlaus eingesetzt.

Da aber während der Renaissance dieses Wissen verloren ging, haben sich die Läuse durch natürliche Kreuzung zu der gemeinen Steinlaus Petrophaga minerali entwickelt.
Aus der Kolonie in Lausa ist ein Pärchen geflüchtet und hat bei Prof. Grzimek-Loriot Asyl erhalten. Diese historische Tat würdigend, wird jetzt diese Steinlaus P. lorioti genannt.

Die Aussagen von Prof. Grzimek-Loriot bezüglich der Steinlaus wurden zunächst als kryptozoologisches Hirngespinst abgetan, wobei selbst Beweisführungen im Pschyrembel und in Filmbeiträgen keinen Erfolg hatten.

Die heutige Fressrate der Laus von 28 kg Mineral pro Tag ist als real anzusehen, zumal in alten Schriften ein Steinabtrag von 55 deutschen Pfund beschrieben wird. Da die mittelalterlichen Pfunde gewichtsdifferent waren, wird als Durchschnittswert das Pfund aus Nürnberg mit 510 Gramm angesetzt und somit 28,05 kg errechnet.
Die Kongruenz der Fressraten ist ein Beweis, dass es sich hier um keinen lausigen Steinabtrag handelt.

Das bisherige Kryptid Steinlaus Petrophaga lorioti ist nun als ein existierendes Tier anzuerkennen. Ein möglicher Einsatz in der Zahnmedizin und Urologie wird derzeit untersucht.

Entwicklungsdarstellung (vereinfacht) der Augen und Nase

Entwicklungsdarstellung (vereinfacht) der Augen und Nase

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Ihre Beiträge, Steinlausforschnung